Studientag als Vorbereitung für die Studienfahrt am 19. bis
21. August 2011 nach Prag und Tabor 
Das Archiv ist geordnet nach Jahren:
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In arabischen Ländern sterben Menschen für radikale Veränderungen ihres gesellschaftlichen Umfeldes - in Tunesien und Ägypten Hunderte, in Libyen Tausende, in anderen Ländern Dutzende. Die Kämpfe, die Leiden, Siege, Hoffnungen und die Gebete der Massen gehen uns an. Jenseits bloß sensationslüsterer Schlagzeilen sind wir Zeugen einer Volksbewegung, die im Begriff ist, Welt zu verändern, und zwar auch unsere Welt. Nicht eine bessere politische Analyse, nicht eine billige Parteinahme, nicht Wohlwollen oder guter Ratschlag sind unsere Aufgaben – wohl aber gespannte Aufmerksamkeit, Solidarität und Fürbitte. Dazu luden wir in Kooperation mit der Berliner AG Asyl in der Kirche und der Evangelischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz/Passion in die Heilig-Kreuz-Kirche ein. Wir hörten Menschen, die, aus den betroffenen Ländern kommend, unter uns leben, wir reflektierten im Lichte der biblischen Botschaft die Ereignisse und hielten Fürbitte.
Besuch einer Schülergruppe aus Düsseldorf
Im Rahmen des Studientages, der der Vorbereitung für die Studienfahrt am 19. bis 21. August 2011 nach Prag und Tabor diente, setzten sich die Teilnehmenden zunächst mit dem theologiegeschichtlichen wie auch nationalen Kontext der Hussitischen Bewegung auseinander. Auf das dadurch erlangte Basiswissen aufbauend, stellte anschließend Bernd Eccarius-Otto, Historiker am Hussitenmuseum Bernau, den Verlauf und die historische Einordnung dar.
Auch dieses Jahr organisierten wir in Zusammenarbeit mit dem SCI Deutschland das internationale „Lotte-Holzer-Camp“ zum Thema Zwangsarbeit in Vergangenheit und Gegenwart. Es nahmen Teilnehmer_Innen aus Deutschland, Kirgistan, Norwegen, Rußland, Spanien, Tschechien, Türkei und Ungarn teil. Das Camp setzte sich aus zwei Teilen zusammen - aus praktischer Arbeit und aus Studieneinheiten. Die Teilnehmenden haben zunächst täglich 4h im Rahmen eines Studienprojektes von Studenten der FHTW Berlin in einem Keller des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Oberschöneweide alte Inschriften dokumentiert und die restlichen Tage bei leichten gärtnerischen Arbeiten auf dem Gelände geholfen. Parallel zu der praktischen Arbeit gab es wieder Diskussionen, Präsentationen und Exkursionen. Vergangenheit und Gegenwart von Zwangsarbeit und unfairen Arbeitsbedingungen, Krieg und Gewalt wurden überdacht und dem positive Ideen und Beispiele für die Verwirklichung von Gleichheit, Menschenrechten und Dialog gegenübergestellt
2009 haben wir uns mit Thomas Müntzer, 2010 mit der Täuferbewegung beschäftigt. Wir haben uns vor Augen geführt, wie dramatisch die Bewegungen für Reformen der Kirche und die Erneuerung der Gesellschaft im 16. Jahrhundert verlaufen sind. Vergangenen Kämpfen nachzuspüren, schärft den Blick für Gegenwärtiges. 2011 setzten wir die Reihe fort. Diesmal nahmen wir uns die Hussitische Bewegung des 15. Jahrhunderts in unserem tschechischen Nachbarland vor. Wir begaben uns zu Gedenkstätten in und bei Prag, sowie in Tabor - zum Weißen Berg bei Prag, zu verschieden Gedenkorten in der Stadt, in die Keller von Tabor usw. Zugleich haben wir aber auch Gegenwärtiges erkundet - so z.B. in einer Begegnung mit Sandra Zalabova, der Generalsekretärin des Ökumenischen Rates und mit Marta Peskova vom Diakoniewerk Broumov.
28. Januar 2011:
Arbeit für Frauen und Kinder in Not - über SOLWODI in Berlin
(Margit Förster, Comboni-Schwester)
25. Februar 2011:
Chile ...
25. März 2011:
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in den Niederlanden (Dr. Dick Boer,
Niederlande (Prof. für jüngere Kirchengeschichte))
29. April 2011:
„Vergebung Dr. Mengele“ - ein Film über das Schicksal von Eva Mozes Kor (Li
Koelan)
27. Mai 2011:
Vorstellung von Ban Ying - einer Beratungsstelle zum Thema Menschenhandel (Dr.
Nivedita Prasad)
Eine Diskussionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit Attac Berlin
Was bereits im Sommer 2007 begann, wurde spätestens mit dem Kollaps der Lehmann-Bank im Herbst 2008 für alle ersichtlich: die Weltwirtschaft befindet sich in einer massiven ökonomischen Krise, die hier und dort auflodern auflodert, aber sich oft auch ganz unspektakulär wie ein Schwellbrand durch die Volkswirtschaften frisst. Mit der Krise ist nicht alles neu unter der Sonne, doch sie verschärft Tendenzen, die es bereits vorher schon gab. Galoppierend nimmt die soziale Desintegration nimmt zu – weltweit und auch in Berlin – während die Banken wieder ihre Kassen klingeln lassen. Bei der Podiumsdiskussion ging es darum, welche Auswirkungen die Krise auf unterschiedliche Bereiche bisher gehabt hat, welche Reaktionen dies hervorgerufen hat und welche Strategien es für soziale Wege aus der Krise gibt.
Besuch einer Schülergruppe aus Düsseldorf
Kurzseminar zur Vorbereitung der Studienreise nach Münster
Die Mennoniten sind, zusammen mit Baptisten, Quäkern, den Taufgesinnten in Holland und anderen Freikirchen, Erben der Täuferbewegung, jenes Teils der Reformationsgeschichte, der in der Kirchen-geschichte oft unterschätzt wurde. Es ist eine blutige Geschichte, aber es ist auch folgerichtig, dass die Friedensarbeit einen zentralen Platz in der Verkündigung dieser Erben der „Radikalen“ einnimmt.
Martina Basso, Pastorin der Berliner Mennoniten-Gemeinde, ist eine profilierte Ökumenikerin unserer Stadt. Sie stellte ihre Kirche vor und beleutete dabei auch deren geschichtliche Wurzeln.
Lotte-Holzer-Camp (31. Juli -14. August 2010)
Thema: internationales Workcamp zum Thema Zwangsarbeit (in Zusammenarbeit mit SCI Deutschland)
Dieses Jahr war unser Workcamp ein fast reines Frauencamp. Die Teilnehmerinnen kamen aus Belgien, Frankreich, Tschechien, Schottland, Serbien und Slowenien. Der einzige Teilnehmer kam aus Serbien. Er schien sich aber in der Runde der Frauen recht wohl zu fühlen.
Diese Jahr konnten wir für die praktische Arbeit wie bereits 2008 wieder auf das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Oberschöneweide zurückgreifen. Gemeinsam mit Studenten der FHTW Berlin dokumentierten die CampteilnehmerInnen Inschriften im Keller unter der Baracke 13 und bereiteten damit den Weg, die Keller für die Öffentlichkeit zugängig zu machen.
Die Arbeit mit dem dokumentartheater Berlin an einem Theaterstück, was am Ende des Camps aufgeführt werden sollte, musste leider wegen Krankheit der Regisseurin ausfallen. Freundlicherweise halfen uns einige Projekte, die entstandene Lücke mit der Erweiterung unseres Studienteils zu füllen.
Ein Highlight des Studienteils war u.a. das Treffen mit einer halbjüdischen Zeitzeugin, die als junges Mädchen in Oberschleßien erst als "Jüdin" und später als "Deutsche" Zwangsarbeit leisten musste. Außerdem gedachten wir am 8. August dem Atombombenabwurf auf Hiroshima vor 60 Jahren und stellten aus diesem Anlaß unseren Friedenspfahl auf. Der Pfahl trägt auf allen Seiten in mehreren Sprachen die Aufschrift "Möge Friede auf Erden sein". Die Aktion solche Pfähle aufzustellen, wurde vor mehr als 50 Jahren von der japanischen Dichter und Philosophen Masahisa Goi gegründete Friedensorganisation „World Peace Prayer Society“ (WPPS) angestoßen.
Das Programm des Workcamps finden Sie hier.
Das Täuferreich von Münster – Tragödie einer radikalen Friedenshoffnung (27.-29. August 2010)
Ökumenische Studienfahrt nach Münster/Westphalen
Die guten Erfahrungen der vorjährigen Studienfahrt zu Müntzerstätten in Thüringen ermutigten uns, in diesem Jahr thematisch mit einer Reise nach Münster in Westfalen anzuschließen. Neben den Zeugnissen einer bewegten Geschichte, Münster ist u.a. Stadt des Westfälischen Friedens (1648), besuchten wir dort auch „radikale“ Freunde im besten Sinne des Wortes, im Institut für Theologie und Politik, bei der Oscar-Romero-Initiative und bei der Linken.
Kurzseminar „Die Stunde der Wahrheit für Palästina und Israel“ und Gemeindetag "Die NÖG im Wandel" (23/24. Oktober 2010)
Der vierte Sonntag im Oktober ist seit langem das Datum unseres Gemeindetages in Erinnerung an unseren ersten Gottesdienst am 30. Oktober 1949. Auch in diesem Jahr gab es wieder Gelegenheit für thematische Arbeit, Gespräch und Feiern.
Der Sonnabend war geprägt von einem Kurzseminar zum Thema: „Die Stunde der Wahrheit für Palästina und Israel“. Manon Vollprecht, Politologie-Studentin aus Berlin, und Giselher Hickel berichtetn von ihrer Mitarbeit im Ökumenischen Begleitprogramm des ÖRK in Palästina und Israel, diesmal speziell über Hebron. Sie stellten das Dokument „Die Stunde der Wahrheit“ vor, ein Hilferuf der palästinen-sischen Christen an die Ökumene. Dazu gibt es eine Handreichung unter dem Punkt Dokumentationen.
Am Sonntag ging es im Gespräch um die "Die NÖG im Wandel". Der Gottesdienst, Mittelpunkt des Lebens unserer Gemeinde, ist seit Jahrzehnten der Form nach unverändert geblieben, obwohl sich Größe, Ort und Umstände der Versammlung gründlich geändert haben. Deshalb wurde eine neue Gottesdienstordnung entwickelt, die den veränderten Gegebenheiten in der Gemeinde Rechnung trägt. Konkret heißt dies, dass wir in Zukunft zugunsten eines ausgeweiteten interaktiven Textanalyseteil auf die regelmässige Predigt verzichten.
29. Januar 2010
„Was essen wir heute?“- Über GMO (=gentechnisch veränderter Organismus) in der
modernen Landwirtschaft, in unseren Supermärkten und auf unseren Tischen
(Kooperation mit der Nederlandse Kerk in Berlin, A. Bening)
26. Februar 2010
Solidarische Bürgerversicherung - fair teilen statt sozial spalten (Dr. Barbara
Hähnchen, Berliner Arbeitskreis Ökonomie und Kirche und attac-Berlin)
26. März 2010
"...weil ihr uns die Bildung klaut!"- Gespräch mit Studierenden der Humboldt
Universität über Bologna, den Bildungsprotest und die Privatisierung von
Bildung (Martin Rohde und Nina Schmidt, Studenten der HU Berlin)
30. April 2010
Vorstellung der Arbeit des Dokumentationstheaters des Berliner Unterwelten e.V.
(Marina Schubarth, ukrainisch-deutsche Regiesseurin, Tänzerin und Aktivistin
für die Enschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter)
28. Mai 2010
„Kalungas Kind: Wie die DDR mein Leben rettete“ - Eine Buchvorstellung
(Stefanie-Lahya Aukongos)
25. Juni 2010
Bericht über seinen Aufenthalt in Bethlehem mit dem Ökumenischen
Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) (Giselher Hickel)
24. September 2010
Wie nah ist Tschechien? - Ein Bericht aus 3 Monate in Prag (Constanze Kraft)
29. Oktober 2010
Abschiebehaft - unbekanntes Deutschland (Bernhard Fricke)
26. November 2010
Film "Lost Children" über Kindersoldaten in Uganda
Im Rahmen eines Seminars „Ökumene“ für Theologiestudierende der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers vom 26. bis 29. März 2009 in Berlin organisierten wir eine Veranstaltung bei der die Studierenden in Kleingruppen, Zeitzeugen der kirchlichen Arbeit in der DDR in deren heutigen Umgebung trafen. Die Studenten besuchten:
Bischof Dr. Christoph Demke, Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen 1983-1997, 1990-1991 Vorsitzender der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR
Pastorin Ilsegret Fink, Studentenpastorin, Ev. Akademie, aktiv in Friedens- und Frauenbewegung, und Prof. Dr. Heiner Fink, ehem. Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin
Renate Romberg und Dr. Walter Romberg, Mathematiker, Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz, Finanzminister der DDR im Kabinett von Lothar de Maizière
Pastor Carl Ordnung, ev.-methodistischer Pastor, Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz, erster Vorsitzender von Solidaritätsdienst International
Die anschließende Auswertung der Gespräche in der Gruppe leitete Pastorin Friederike Schulze, ehem. Reisesekretärin der ESG-Ost.
Film: "Das süße Jenseits" von Atom Egoyan (Kanada 1997)
Beiträge: Die Welt spielt Monopoly und wo bleibt der Mensch? (der gemeinsame Blick auf die soziale Lage in unseren Ländern); Sozialabbau in Deutschland (Hannes Draeger, Student an der Universität Münster und Mitarbeiter der Linkspartei); Biografie und Geschichte – jeder Mensch ist Zeitzeuge (Jenny Schneider, NL)
Film: “Der Zug des Lebens” von Radu Mihaileanu, 1998
Wir waren mit einem ganztägigen Gesprächsangebot, der Mittagsandacht und einem Themenabend „Leben ist keine Ware“ auf dem Kirchenschiff vertreten. Bei der Abendveranstaltung zu den Folgen und Gefahren der grünen Genmanipulation haben der Umweltbeauftragte der EKBO, Reinhard Dalchow, und indische Freunde und Freundinnen eindrücklich auf die ökonomischen und sozialen Folgen der Genmanipulation aufmerksam gemacht und eine intensive Diskussion ausgelöst. Es wurde der „Le monde selon Monsanto“ gezeigt.
Beim Stadtkirchenfest rund um die Marienkirche und das Rote Rathaus in Berlin waren wir mit einem Stand präsent. Mitwirkende des Interkulturellen Dialogforums luden zudem die Besucher zu zwei Aktionen rund ums Thema Geld ein. Beim "Spiel des Lebens" schlüpften die Teilnehmenden in verschiedene Rollen (Student/in, Alleinerziehende/r, Vorstandsmitglied eines Wirtschaftsunternehmens, 16-jährige Schülerin aus Neukölln mit vietnamesischen Eltern, Altenpfleger/in, Lehrer/in und MdB) und bewegten sich auf einer virtuellen Leiter soweit voran, wie sie im Leben mit ihrem Geld vorankommen. Beim „Alternativen Bankautomaten“ konnten die Besucher Alternativen zum großspurigen Ausgeben von Geld abheben. Dabei kam es zu interessanten Gesprächen.
Thema: moderne und NS-Zwangsarbeit
Dieses Jahr haben 15 junge Erwachsene aus 9 Ländern an dem Camp teilgenommen.
Mit dem Thema „Zwangsarbeit“ kehrten wir wieder zu den Wurzeln der NÖG zurück, denn ehemalige Zwangsarbeiter aus den Niederlanden bildeten anfangs den Kern der Gemeinde.
Der Arbeitsplatz befand sich auf dem Gelände des Friedhofs der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in der Hermannstraße 84-90 in Berlin. Auf dem Friedhofsgelände befand sich während des Zweiten Weltkrieges ein Barackenlager, in dem Zwangsarbeiter inhaftiert waren, die in ganz Berlin für die Beerdigung von Bombenopfern eingesetzt wurden. Es handelt sich um das einzige Zwangsarbeiterlager, das von der Kirche betrieben wurde. Viele Zwangsarbeiter kamen aus Osteuropa deportiert und erfuhren aufgrund der rassistischen Ideologie der Nazis eine besonders schlechte Behandlung. Nach Ende des Krieges wurde das Gelände als Deponie für Müll und abgeräumte Grabsteine genutzt. Aufgabe des Workcamps war es, das Gelände von Müll und Gras zu befreien, so dass das Gelände vermessen werden konnte.
Der Studienteil beinhaltete z.B. einen Vortrag über die Biografie eines Zwangsarbeiters aus der Ukraine, Darstellungen über die Ausmaße von moderner Zwangsarbeit, die Situation von Kindersoldaten in Sri Lanka, Kleidungsproduktion in Ländern der sog. „Dritten Welt“ unter ausbeuterischen Bedingungen und den Besuch bei einer Organisation, die sich um die Unterstützung verschleppter und zur Prostitution gezwungener Frauen aus Afrika kümmert.
In den letzten Tagen haben die Teilnehmer einen Theater-Workshop in einem ehemaligen Bunker nahe des Bahnhofs Berlin-Gesundbrunnen besucht. Unter Anleitung einer sehr engagierten und erfahren Regisseurin, haben sie an der Aufführung des Stücks "Ostarbeiter" als Schauspieler mitgewirkt. Das Stück basiert auf zwei Biographien, der einer Frau aus der Ukraine und eines Russen, die beide ehemals zur Zwangsarbeit in Berlin gezwungen wurden. Die Aufführung war restlos ausverkauft und ein tolles Erfolgserlebnis für Gruppe.
Das Camp wurde durch Rona Röthig in Rahmen eines Universitätsprojektes wissenschaftlich begleitet.
Das Programm des Workcamps finden Sie hier.
Zwischen Harz und Thüringer Wald, 250 km südlich von Berlin, liegt eine der interessantesten Kulturlandschaften Deutschlands. Jena – Weimar – Erfurt – Eisenach bilden eine brilliante Kette markanter Städte. Burgen zeugen vom Ehrgeiz ihrer Fürsten, Pfalzen erinnern an wandernde Kaiser, Museen ehren ruhmreiche Klassiker. Der Erfurter Mönch Martin Luther ist in aller Munde. Nach Thomas Müntzer, dem Reformator von Allstedt, ist allerdings keine Kirche benannt. Er hat die Partei der Bauern, Landarbeiter und Kleinbürger ergriffen und gilt als verfemt und gescheitert. Wir wollen genauer hinschauen.
Das Seminar umfasste Beiträge von Nina Schmidt zu Reformation und Bauernkrieg – Eindrücke und Fragen beim Studium der Kirchengeschichte; von Prof. Peter Vogler zu Thomas Müntzer und der Bauernkrieg von 1525 und von Giselher Hickel zu Aus der Fürstenpredigt Müntzers von Allstedt. Außerdem wurden Dias vom Monumentalgemälde „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ (1987) von Werner Tübke in Bad Frankenhausen gezeigt.
Wir widmeten diese Veranstaltung dem am 1. April 2009 verstorbenen Freund unseres Hauses, dem niederländischen Historiker Dr. Lodewijk Blok.
Wir erinnerten an die Anfänge der Gemeinde vor 60 Jahren und entdeckten anlässlich des Jubiläumsjahrs, wie Westberliner die politischen Veränderungen 1989/90 erlebt haben.
Dr. Dick Boer hat an der Universität in Amsterdam Theologie gelehrt. 1984 bis 1990 war er als Pfarrer in der Niederländischen Ökumenischen Gemeinde und im Hendrik-Kraemer-Haus tätig. Sein 2008 erschienenes Buch, „Erlösung aus der Sklaverei – Versuch einer biblischen Theologie im Dienst der Befreiung“, erschienen in der Reihe Edition ITP-Kompass, Münster, trägt deutlich die Spuren des Kontextes seiner Entstehung: Der politische Umbruch in Europa nach 1989.
Dick Boer interpretiert die Bibel konsequent als eine Befreiungsgeschichte. Aber er reflektiert nicht nur den Auszug aus der Sklaverei, sondern auch und besonders den Einzug in die neue Epoche. Die real existierende Wirklichkeit des befreiten Lebens wird den kühnen und frommen Erwartungen nicht gerecht. Hoffnungen werden enttäuscht. Kann die Geschichte dennoch offen bleiben?
Das Programm des Seminars finden Sie hier.
30. Januar 2009
Indigene Kirchen –eine Herausforderung für unser ökumenisches Denken (Dr.
Roswith Gerloff)
27. Februar 2009
Erinnern an Helmut Gollwitzer (1908-1993) - Pfarrer der Bekennenden Kirche und
Professor an der Freien Universität in Berlin-Dahlem (Dorothee Marquardt,
Ehefrau von Gollwitzer-Schüler Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Marquardt)
27. März 2009
Friedensaussichten für Palästina und Israel (Gottfried Kraatz, Pfarrer im
Ruhestand, ehemaliger Superintendent und Direktor der Gossner Mission)
29. Mai 2009
"Um die Zukunft des Menschengeschlechts"- über den Rechtshistoriker und
Soziologen
Eugen Rosenstock-Huessy (Karl Johan Rese, Pfarrer im Ruhestand)
25. September 2009
Gemeinschaftsschule am Kommen (Hartmut Draeger, Vorstand der Gesellschaft für
Jenaplan-Pädagogik und Redakteur der pädagogischen Zeitschrift
„Kinderleben“)
30. Oktober 2009
Gedenken an kirchliche NS-Zwangsarbeiter auf Berliner Friedhöfen (Gerlind
Lachenicht, AG NS-Zwangsarbeit Berliner Kirchengemeinden)
27. November 2009
"Kein Geld für Krieg!"
Rüstungshaushalt und Friedenssteuer - wer steuert wohin? (Friedrich Heilmann,
"Netzwerk Friedenssteuer")
Film: “Earth” von Deepa Mehta, Indien
Im Rahmen der "Nacht der Offenen Kirchen" in Berlin haben wir zu einem politischen Nachtgebet unter dem Motto "Leben ist keine Ware" eingeladen. Anlass dazu bot die Mitte Mai in Bonn stattfindende 9. Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Konvention über die biologische Vielfalt. Anhand der Themen "Saatgut birgt Leben", "Heilpflanzen schützen Leben" und "Indigene Kulturen bewahren Leben" haben wir die Verhandlungen mit unseren Gedanken, unserem Beten und Tun begleitet. Die Texte dieses Politischen Nachtgebetes schicken wir auf Anfrage gern zu.
Die Texte der Gebete wurden dokumentiert. Download
Film: “Le monde selon Monsanto” von Marie-Monique Robin, Dokumentarfilm, Frankreich 2007
Film: “Fire” von Deepa Mehta, Indien
Im Juli hat sich eine Gruppe von 8+1 Leuten auf eine Ökumenische Studienfahrt nach Genf begeben. Unterwegs machte sie u.a. Station im Laurentiushof in Wethen , nahm an einer Kairos-Europa-Tagung in Stuttgart teil, besuchte in der Schweiz ökumenische Freunde in Biel sowie die Gemeinschaft Longo Mai und sprach in Genf mit Mitarbeitern des Ökumenischen Rats der Kirchen sowie des Ökumenischen Instituts in Bossey.
Das Programm finden Sie hier.
Thema: moderne und NS-Zwangsarbeit
Dank der Vermittlung durch die Workcamp-Organisation SCI (Service Civil International e.V.) konnten wir dieses Jahr junge Leute aus Finnland, Spanien und Bulgarien begrüßen. Inhaltlicher Schwerpunkt des diesjährigen Camps war das Thema „Zwangsarbeit“. Die Teilnehmenden arbeiteten vormittags im "Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit" in Berlin-Schöneweide und näherten sich nachmittags auf verschiedene Art und Weise dem Thema. Ein Liederabend mit Johan Mejer, ein Besuch in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen, ein Filmabend über eine ukrainische Zwangsarbeiterin in Anwesenheit der Regisseurin haben veranschaulicht, was Zwangsarbeit bedeutet. Um heutige Formen von Zwangsarbeit ging es in mehreren, von InDi gestalteten Arbeitseinheiten.
Das Programm finden Sie hier.
Film: “Der Imam und der Pastor” Dokumentarfilm, Nigeria GB 2006
Film: “Promises. Hass und Hoffnung“ von B.Z. Goldberg, Justine Shapiro und Carlos Bolado
Der Tag stand diesmal unter dem Thema Ökumene. Damit nahmen wir auf, was uns das ganze Jahr über schon beschäftigt hatte: Die Frage, wo sich die ökumenische Bewegung gegenwärtig befindet und welche Veränderungen sie durchläuft. So begann der Gemeindetag mit einem Bericht über die Studienreise zum ÖRK in Genf.
Schwerpunkt des Gemeindetages war ein Vortrag von Prof. Dr. Konrad Raiser, dem ehemaligen Generalsekretär des ÖRK, über die gegenwärtige Situation des ÖRK, die ökumenische Entwicklung in der DDR und die Herausforderungen für die heutige Ökumene Berlins. Dass die Impulse, die vom ÖRK ausgehen, für die lokale Arbeit eminent wichtig sind und dass in den DDR-Kirchen nach wie vor bedenkenswerte Erkenntnisse gerade für die „Gemeindeökumene“ entstanden, wurde sehr schnell deutlich. Heute fehle der Fülle der ökumenischen Initiativen und ökumenisch sensibilisierten Menschen in Berlin ein stabilisierendes ökumenisches Netz für den regelmäßigen Austausch und die Koordination von Aktivitäten, konstatierte Konrad Raiser. Was zugleich fehle, seien ökumenische Bildungsangebote. Denn: „Blickt man auf die Gruppen und Kreise ökumenisch aufgeschlossener und engagierter Menschen in unseren Kirchen, dann ist die Überalterung kaum zu übersehen. Der ökumenische Impuls überträgt sich nicht selbstverständlich von einer Generation auf die andere. Ökumene ist und bleibt eine immer neue Lernaufgabe.“
Schließlich war es eine ermutigende Tatsache, dass das Ökumenische Netz in Deutschland (ÖniD) seine zeitgleich stattfindende Jahresversammlung dazu nutzte, lokale ökumenische Initiativen kennenzulernen und in diesem Zusammenhang auch den Gemeindetag der NÖG zu besuchen.
Im November fanden mehrere Treffen mit Rudolf Weckerling statt - einem 97jährigen Theologen, der während des 2. Weltkrieges Mitarbeiter der Bekennenden Kirche war und sich nach dem Krieg für die Ökumene und die Völkerverständigung, unter anderem bei „Aktion Sühnezeichen“, stark machte. Wir begegneten einem beeindruckend lebendigen und humorvollen Menschen, erfahrungsreich und voller Geschichte(n)! Er erzählte aus seinem Leben und ermutigte uns, in den eigenen Familien nach der Mitverantwortung im Faschismus zu forschen. Als Mitglied der Bekennenden Kirche wurde er mehrere Male inhaftiert. Später hat er sich als Pfarrer in Westberlin dafür engagiert, die verhängnisvolle Verquickung von Kirche und Staat zu lösen und hierarchische Strukturen in Kirche und Gemeinde zu durchbrechen und abzubauen. Bußfertigkeit gegenüber dem Judentum ist ihm ebenso wichtig wie das Zusammenleben mit dem Islam. Ihm liegt leidenschaftlich an einer tiefgehenden reflektierenden Theologie, die die Gesellschaft analysiert und kritisch begleitet. Seine Leidenschaft hatte uns angesteckt, so dass den Treffen eine Auseinandersetztung mit der Theologie Friedrich Wilhelm Marquardts folgte.
25. Januar 2008
Bio-Piraterie: Wenn Leben zur Ware wird (Christiane Gerstetter, Mitarbeiterin
des „Ecologic – Institut für Internationale und Europäische Umweltpolitik“)
29. Februar 2008
Rußland
28. März 2008
Die Verteidigung des Friedensgebotes - Widerstand gegen die Revision des
Artikel 9 der japanischen Verfassung (Irma und Martin Richter,
Deutsch-Japanische Friedensforum)
25. April 2008
"Adam Smith in Peking" (Prof. Peter Stier, Hochschule für Ökonomie in
Karlshorst, Entwicklungspolitische Gesellschaft (EpoG))
30. Mai 2008
Chancen und Probleme ländlicher Entwicklung in Sambia (Jenny Kahyata/Loveness
Makusa-Kasemune, Frauenarbeit im Naluyanda-Projekt und Killian Muleya
Koordinator und Instrukteur für Wasserbau und nachhaltige Landwirtschaft im
Kaluli Development Projekt im Gwembetal im Süden Sambias)
27. Juni 2008
Serbien einst und jetzt - und wie weiter? (Zlatomir Popovic, serbische
Soziologe)
12. September 2008
Bewegung der kirchlichen Basisgemeinden in Brasilien (Francisco Vladimir Lima
da Silva, Comunidades Eclesiais de Base, CEB)
26. September 2008
Der Streit um Religionsunterricht und Ethik in Berlin (Josef Göbel,
katholischer Theologe, Initiative „Aus christlicher Herkunft für eine
gemeinsame Zukunft“)
31. Oktober 2008
Aus ihrer Autobiographie (Hanna Behrend, Historikerin und Anglistin, Lektorin,
Übersetzerin, Dolmetscherin und ehem. Dozentin für feministische Theorie an der
Humboldt-Universität)
28. November 2008
Das Für und Wider von Humanitärer Intervention (Dr. habil.Wolfgang Heinz,
Institut für Menschenrechte, Anti-Folter-Komitee des Europarates und
Expertenausschuss des UN-Menschenrechtsrates.)
Christine Müller von der Arbeitsstelle eine Welt und Beauftragte der Landeskirche Sachsen für den Kirchlichen Entwicklungsdienst über das Weltsozialforum in Nairobi berichten, an dem sie teilgenommen hat.
Ein Seminar des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg und der NÖG
Die Zeiten, in denen Politik und Religion zwei Bereiche waren, die deutlich voneinander getrennt gehalten wurden, scheinen hinter uns zu liegen. An fast allen Krisenherden dieser Tage spielt die Zugehörigkeit zu Glaubens-Gemeinschaften eine Rolle, häufig genug eine fatale Schlüsselrolle. Im Namen Gottes wird nicht nur Versöhnung gepredigt, sondern werden auch Menschen bedroht, vertrieben, getötet.
Obwohl vielen beim Stichwort Fundamentalismus zuerst der Islam oder der Hinduismus einfallen mögen, hat der Begriff und die Sache christlichen Ursprung. Vor ca. 100 Jahren entstand er in den USA als Kampfansage gegen einen als unchristlich angesehenen Liberalismus. Die Geschichte des Fundamentalismus ist eng verbunden mit der Ausbreitung westlichen Denkens, das heute global geworden ist. Wenn wir uns ernsthaft mit dem Phänomen auseinandersetzen wollen, müssen wir erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Sonst entstehen irrige Feindbilder.
Dass die Sache dringlich ist, belegen die Nachrichtensendungen fast täglich. Das Gespräch darüber im ökumenischen Kontext ist eine besondere Chance, weil die Geschichte des christlichen Fundamentalismus in unseren verschiedenen Kirchen unterschiedliche Spuren hinterlassen hat.
Das Programm des Seminars finden Sie hier.
Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburgs hat im November 2006 zudem eine Handreichung über die GEFAHREN DES FUNDAMENTALISMUS herausgegeben.
Das relativ groß angelegte Seminar führte 25 Teilnehmende aus der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Portugal und Spanien zusammen. Diese wurden von sieben europäischen Organisationen geschickt, die alle mit Migrant/innen, besonders mit Flüchtlingen und Asylsuchenden arbeiten. Sie sind in Bereichen wie Rechts- und Sozialberatung, sowie Integration tätig und tauschten ihre Erfahrungen und nützliche Hinweise für Flüchtlinge und Asylsuchende zu den lokalen Umständen aus.
Die diesjährige Studienwoche konnten wir leider nur mit wenigen Teilnehmenden aus Deutschland und Frankreich durchführen, da die Visa für die angemeldeten osteuropäische Teilnehmenden verweigert wurden. Diese Tatsache stellt uns vor ein grundlegendes Problem, was uns zwingt andere Wege zu finden, osteuropäischen Teilnehmenden einen Zugang zu unseren Seminaren zu verschaffen.
Abgesehen von diesem organisatorischen Ärgernis waren insbesondere die Kontakte mit genossenschaftlichen und lokal orientierten Projekten eine eindrückliche Erfahrung.
Das Programm des Seminars finden Sie hier.
Für das Himmelfahrtstreffen fuhren wir wieder nach Utrecht und trafen uns mit unseren Freunden und Freundinnen in den Niederlanden, um über unsere Arbeit zu berichten und uns austauschen. Im Anschluss Gemeinden besuchten wir verschiedene Gemeinden, die unser Anliegen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung teilen.
Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg veranstaltete zum siebenten Mal am Pfingstfest die sogenannte „Nacht der offenen Kirchen“. In Rahmen dieser Veranstaltung haben wir die Berliner und Berlinnerinnen zu einem politischen Nachtgebet in unser Haus eingeladen. Wenige Wochen vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm wollten wir auf die sich formierende Protestbewegung aufmerksam machen. Inhaltlich haben wir unsere Gedanken und Anliegen zu den Schwerpunktthemen des Gipfels in Gebete eingebracht: Landwirtschaft, Migration und Militarisierung.
Die Texte der Gebete wurden dokumentiert. Download
Dialog. Offenheit. Toleranz. – Derartige Schlagworte begegnen uns ständig im öffentlichen Diskurs der Gesellschaft. Diverse interreligiöse Kongresse weisen dabi darauf hin, dass spätestens seit den 60er Jahren solche Begriffe auch die Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften prägen.
Dialog. Offenheit. Toleranz. – das kennen wir aus dem Schmelztiegel Berlin - sind dabei wesentliche Voraussetzungen für ein friedvolles Miteinander. Doch "Wie tolerant sind Religionen eigentlich?“ – Dieser Frage müssen wir uns stellen, wenn wir mit Menschen unterschiedlichen religiösen Hintergrunds in einem säkularen demokratischen Umfeld zusammenleben wollen. Wo liegt die unverrückbare Basis einer Religion und wo gibt es Grenzen der Toleranz? Grenzen, die manchmal dem demokratischen Grundverständnis entgegenstehen können. Darüber haben wir mit Mitgliedern verschiedener Glaubensgemeinschaften diskutiert.
Das Programm des Seminars finden Sie hier.
Achtung der Menschenrechte und interkulturelle Verständigung sind Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung. Um diese Gedanken auch in der Praxis der Jugendarbeit in verschiedenen europäischen Ländern einfließen zu lassen, veranstaltete unser Gruppe des Interkulturellen Dialogforums (InDi) dazu ein internationales Multiplikatorentraining.
Unsere Partnerorganisationen aus Schottland, Rumänien, Österreich, Ungarn, Italien und Dänemark schickten jeweils zwei Teilnehmende. Es gab Länderberichte, in denen die Teilnehmenden ihre Organisation mit Blick auf ihren Beitrag zur Arbeit für Menschenrechte vorstellten; Vorträge und Diskussionen; Spiele aller Art; Kleingruppenarbeit; einen Film über Dalits in Indien; eine Begegnung mit jungen Palästinensern und Israelis; Exkursionen zu „Human Rights Watch“ und in die Gedenkstätte Sachsenhausen sowie zwei Stadtrundgänge – einen zum Thema „Menschenrechtsverletzungen an der DDR/BRD-Grenze“ und einen über „Interkulturelles Zusammenleben in Berlin-Kreuzberg“. Das Training fand in englischer Sprache statt. Es wurde von der EU im Rahmen des Programmes "Youth in Action" - Aktion 4.3 gefördert.
Das Programm des Trainings finden Sie hier.
Film: “Water” von Deepa Mehta, Indien
Aber der HERR sprach zu Jona: „Meinst du, dass du mit Recht zürnst?“ (Jona 4, 4 u. 9)
Unter dieser Losung veranstalteten wir anlässlich des 90. Geburtstags von Domina Bé Ruys ein großangelegtes Symposium, bei dem wir viele langjährige Freunde aus Deutschland, der Niederlande, Indien, der Schweiz, aus Togo und vielen anderen Orten der Welt wiedertrafen. Einerseits wollten wir mit dem Symposium vor allem Bé ehren, indem wir ihr eine Veranstaltung widmen. Andererseits sollte es auch die Gelegenheit bieten, Erfahrungen und Einsichten aus der ökumenischen Bewegung auszutauschen. Als wir zum 75. Geburtstag von Bé schon einmal ein Symposion durchführten, haben wir anhand der biblischen Geschichte von Lazarus über Aufgaben und Strategien in einer neuen politischen und gesellschaftlichen Situation nachgedacht. Seitdem ist eine positive Wende nicht eingetreten und ein gerechter Frieden für Mensch und Natur scheint fern wie eh und je. Das macht uns oft bitter und
zornig. Zugleich suchen wir nach hoffnungsvollen Perspektiven. Und so versuchen wir „der Geschichte ins Gesicht zu sehen“ (in Anlehnung an den Titel des Buches über Bé Ruys).
Vieles von dem, was uns bewegt, finden wir im Jona-Buch wieder. Es spricht vom Verhältnis Israels zu den Völkern. Es setzt sich mit der Bosheit des Imperiums auseinander. Es reflektiert die Rolle des Propheten. Und es spricht von Bekehrung – der von Ninive, der von Gott; auch der des Propheten? Und so stellten wir das Jona-Buch in den Mittelpunkt unserer Tagung.
Die Beiträge zum Symposium wie auch die vorbereitenden Predigten zum Jona-Buch wurden dokumentiert. Download
26. Januar 2007
Prekarisierung in den USA, Deutschland und Korea (Hae-Lin Choi, ver.di Projekt
Perspektiven, Wissenschaftler)
30. März 2007
Die Kampagne für saubere Kleidung (CCC) (Evelyn Bahn, INKOTA)
27. April 2007
Frauen im Einzelhandel: Leben und Arbeiten nach der Änderung des
Ladenschlussgesetzes (Daniela Boltres, Mitarbeiterin der Kirchlichen Dienste in
der Arbeitswelt)
25. Mai 2007
Thema: ...
29. Juni 2007
Thema: ...
28. September 2007
Bericht von der III. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu
20. November 2007
Xenion - eine Psychotherapeutische Beratungsstelle für politisch Verfolgte
Film: „Before the rain“ von Milcho Manchevski, Mazedonien, UK, Frankreich
1994
Über den Konflikt in Mazedonien.
Film:“ The Revolution will not be televised“ von Kim Bartley und Donnacha
O´Brien, Irland 2002
Über die Rolle der Medien im Transformationsprozess Venezuelas.
Film: „The Fog of War“ von Errol Morris, USA 2003
Kriege im 20. Jahrhundert, mit geschätzten 160 Millionen Kriegstoten das bisher
blutigste Jahrhundert der Menschheitsgeschichte.
Brasilien und Argentinien, die größten Länder Südamerikas, befanden sich Anfang 2000 bis 2003 nach langjährigen Militärdiktaturen und darauf folgender neoliberaler Strukturanpassungspolitik in ökonomischen Krisen. Seit dem Regierungswechsel in Venezuela, gefolgt von dem in Bolivien und Chile, gibt es einen gesellschaftlichen Aufbruch. Venezuela bietet mit seinem Erdölvorkommen und bedarfsorientierten Wirtschaftsabkommen den USA und der EU Paroli. Die Blockbildung der MERCOSUR-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela) könnte den Andenpakt aushebeln. Dieses Wirtschaftsabkommen sollte aber von einer Partizipation der sozialen Bewegungen begleitet und unterstützt werden, so der Wunsch von Chávez. In fast allen Ländern der ALBA, "Bolivianischen Alternative der Amerika", drückt die Auslandsverschuldung und schwächt die Reformen. Auf dem Prüfstand steht weiterhin in Brasilien und Argentinien das Verhältnis zwischen sozialen Bewegungen und Regierungen. Wie sieht es heute in Brasilien und Argentinien aus? Welche Erfahrungen machen die venezolanischen Basisgemeinschaften mit ihrer Regierung? Wie weit kann und wird der Transformationsprozess in Venezuela in der Frage der Besitz- und Produktionsverhältnisse, der Enteignung von Großgrundbesitz und der Demokratisierung der Entscheidungsstrukturen gehen? Diese Fragen stellten wir unseren Referenten: Bruno Müller in seinem Referat „Der gegenwärtige Aufbruch in Lateinamerika, am Beispiel Venezuela“ und n.n. von attac und FDCL zum WSF in Caracas und den wirtschaftlichen Entwicklungen in Argentinien in ihrem Beitrag „Rolle der sozialen Bewegungen in Lateinamerika“.
Den Anregungen des Seminars folgend setzten wir uns in der Anti-Mammon Gruppe an 4 Diskussionsabenden anhand einer Buchvorlage „Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts - Wirtschaft, Gesellschaft und Demokratie nach dem globalen Kapitalismus“ von Heinz Dieterich mit der Frage des „neuen“ Sozialismus, der sich zur Zeit vor allem in den Vorgängen in Lateinamerika zeigt, auseinander.
Film: Darwin’s Nightmare, Regie: Hubert Sauper, F/A/B/D/NL/S 2004,
Dokumentarfilm
Das Schicksal der Arbeiter in der auf exzessiven Export ausgerichteten
Fischproduktion in Tansania, sowie die ökologischen und sozialen Schäden.
Die Teilnehmenden kamen aus den Niederlanden, Polen und Portugal.
20% der Weltbevölkerung in 25 Ländern der Erde verbrauchen 80% der geförderten Rohstoffe. Für den ungehinderten Zugang zu den Energieträgern nehmen diese reichen Länder Umweltzerstörung in Kauf und zetteln Kriege an. Die Verknappung der Energieträger dient als Begründung für die Förderung der Atomenergie. Ein Besuch im niedersächsischen Energiedorf Jühnde bestärkte die Teilnehmenden darin, dass Energieeinsparungen sowie die Nutzung erneuerbarer Energie im Interesse des Klimaschutzes und der Umweltentlastung geboten sind. (Übrigens: Das HKH nutzt Öko-Strom von EWS Schönau.)
Seit der 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 und spätestens mit dem Inkrafttreten des Amsterdamer Vertrages am 1. Mai 1999 sind die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verpflichtet, den Gender Mainstreaming-Ansatz in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen umzusetzen und zu fördern.
Die stereotypen Geschlechterrollen sind Ergebnisse einer Sozialisation. Als umfassender Ansatz will Gender Mainstreaming Veränderungen im Geschlechterverhältnis bewirken und Frauen wie Männern die Verantwortung für die Veränderung der Geschlechterverhältnisse auflegen. Allerdings finden "Männerpolitik" und die Existenz verschiedener geschlechtlicher Identitäten der Menschen von Homo- bis Transsexualität nur am Rande Erwähnung. Birgt das Konzept des Gender Mainstreaming die Gefahr der Fortschreibung der Polarisierung zwischen Frauen und Männern, nicht aber deren Aufhebung?
Die Frage der Geschlechteridentität war ein zentrales Thema unseres Seminars. In einführenden Referaten wurde der Begriff "Gender Mainstreaming" erörtert und dessen inhaltliche Umsetzung erläutert. Darüber hinaus wurde auf die rechtliche Grundlage bei der Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare in Deutschland und die Frage nach deren Identität eingegangen. In verschiedenen Vorträgen und Diskussionen wurde deshalb auf die Relevanz der klassischen Herangehens- und Sichtweise in der Erziehungsfrage und Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben eingegangen. Dabei zogen wir auch Daten über Geschlechterpolitik in einigen nicht-europäischen Ländern heran.
Ein weiterer Themenkomplex des Seminars war das Geschlechterverhältnis in Bezug auf die Erwerbstätigkeit. Wie wird das Geschlecht im Arbeitsmarktsystem zugeordnet und Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern legitimiert? Wir betrachteten auch den Führungsstil von Frauen genauer und setzten uns mit der Arbeitssituation von MigrantInnen auseinander.
Das Programm des Seminars finden Sie hier.
Film: „Long Walk Home“ von Phillip Noyce, Australien 2002, OmU
Für die Gemeinde war die Reise erneut eine willkommene Gelegenheit, mit unserem holländischen Freundeskreis zusammenzutreffen. Dankbar waren wir, dass das Treffen wieder im Giordano-Bruno-Haus stattfinden konnte und gut besucht war. Arjan Vliegenthart prägte die Diskussion mit einem Vortrag über „Interkulturelle Konflikte in den Niederlanden“. Er beschrieb, wie seit dem Aufstieg und der Ermordung von Pim Fortuins rechte Tendenzen, eine Anti-Islam-Stimmung und der Ruf nach ‚Gesetz und Ordnung‘ stärker, sowie die Ausländergesetzgebung restriktiver wurden. Zugleich melden sich allerdings auch linke Gegenstimmen lauter zu Wort.
UAIL (Alcan - Aluminium Canada und Hindalco - indischer Konzern) planen den Abbau von Bauxit in Kashipur (Orissa, Indien). Dieser Abbau und die Weiterverarbeitung von Bauxit bedeuten die Zerstörung der Lebensweise und Vertreibung der Adivasis (indigene Bevölkerung Indiens), sowie die Verschmutzung, Zerstörung und Ausbeutung der Berge, Wälder und Flüsse dieser Gegend. Seit 13 Jahren kämpfen die Adivasis gegen diese Planungen. Alcan besitzt 25 Fabriken und Büros in Deutschland. Eine der größten Fabriken ist Alcan Singen Gmbh. Hier in Deutschland gibt es eine Kampagne in Solidarität mit dem Widerstand in Kashipur, die versucht ein breites Bündnis aller, die aktiven Widerstand leisten wollen, aufzubauen, um den Prozess aufzuhalten. Wir als HKH unterstützen die Gruppe, indem wir sie und viele Gäste zu uns einluden, damit sie sich untereinander vernetzen und Informationen über Protagonisten, sozioökonomische Fakten und Folgen eines Bauxitabbaus austauschen konnten.
Ouagadougou Sans Papiers ist entstanden aus dem Süd-Nord-Projekt "Flucht und Migration in Deutschland, Frankreich und Burkina-Faso" im Jahre 2005. Das Hendrik-Kraemer-Haus war einer der Projektpartner und war auch bei dem Nachfolgefilmprojekt dabei, bei dem Filme über Migration, Flucht und Illegalisierung in und nach Westafrika, Deutschland und Frankreich gezeigt wurden.
erster Film: „La Haine“ von Mathieu Kassovitz Frankreich 1995, OmU
Weitere Termine:
18. September 2006: Campamento de Benyounes und Latitude 36 (Der 36.
Breitengrad)
23. Oktober 2006: Bourdieu in der Banlieue (kommentierte Filmausschnitte)
27. November 2006: PREMIERE und SOLIPARTY: Au clair de la lune
18. Dezember 2006: Wesh-Wesh, qu'est-ce qui se passe?
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, ein globales Ereignis, lies die Kasse klingeln. Die Fußballindustrie verdient Milliarden an so einem Ereignis. Uns jedoch unsichtbar bleibt der Alltag der Marathon-NäherInnen.
Adidas, Nike und Co. lassen nur noch in Ländern Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas ihre Artikeln herstellen. Die Produktion dort ist billig, weil weniger Löhne bezahlt werden. 44 Prozent aller Sponsoringausgaben gehen in den Sportbereich. Mehr als 7 Milliarden Euro stecken Unternehmen in Werbung rund um die WM 2006. Michael Ballack verdient 9 Millionen Euro durch Sponsorverträge. Der Lohn der NäherInnen demgegenüber reicht kaum, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Trotzdem ist es für sie die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen und Ihre Familien zu ernähren.
Dieser Filmabend bestand aus drei Filmbeiträgen und einer Einführung in die Kampagne „Saubere Kleidung“ durch eine Mitarbeiterin von INKOTA. Gezeigt wurden
Thema: Antisemitismus, Neofaschismus und Rechtsextremismus, sowie die Politik europäischer Länder zu Krieg, Frieden und Migration.
Die Teilnehmenden kamen aus acht, in der Mehrzahl osteuropäischen Ländern. An insgesamt acht Vormittagen halfen die Teilnehmenden einem alten jüdischen Friedhof gärtnerisch zu pflegen und somit zu verhindern, dass die Erinnerung an das jüdische Leben in Berlin unter einem grünen Teppich verschwindet. Das motivierte, über das Leben dieser religiösen Minderheit in Europa bzw. in Berlin in der Vergangenheit und Gegenwart nachzudenken. Es gab zudem Länderberichte, Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Antisemitismus, Rechtsradikalismus, die Militärpolitik der EU, die Lage von Flüchtlingen in Europa; dazu Erfahrungsberichte, und Besuche, z.B. bei ‚Xenion – Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.‘ und im Anti-Kriegs-Museum, sowie die Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche. Wir sprachen kulturelle Widersprüche an und versuchten damit tolerant umzugehen.
Aus dem persönlichen Rückblick von Yann Hentzen aus Luxemburg: "... Da alle anderen Teilnehmer/innen aus Osteuropa kamen, ermöglichte mir dieses Camp einen Einblick in eine andere Welt. ... Durch das Lotte-Holzer-Camp ist mir bewusst geworden, um wieviel mehr diese Länder reich sind an Kultur und Geschichte. Aber auch das abwechslungsreiche und sehr interessante Programm machte dieses Camp für mich zu einem Erlebnis, das ich wirklich nicht missen möchte. ..."
Das Programm der Begegnung finden Sie hier.
An dem Multiplikatorentraining zu den Themen „Menschenrechte, Demokratie und Toleranz“ nahmen 14 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Polen, Rumänien, Russland, Aserbaidschan, Belgien, Portugal und Deutschland teil.. Ziel des Trainings war, die Teilnehmenden zu befähigen, in ihren Ländern selbst Seminare und Workshops zu den Themen anzubieten und durchzuführen. In Vorträgen, intensiven Diskussionen, Workshops, Rollenspielen und
Exkursionen lernten die Teilnehmenden viel über Menschenrechte, verschiedene demokratische Ansätze, Toleranz und antirassistische Bildungs- und Aktionsprogramme. Das Training bedeutete für alle eine intensive politische und zwischenmenschliche Begegnung, die
fortgesetzt und vertieft werden kann. Die Jugendlichen wurden befähigt als MultiplikatorInnen im Bereich der Demokratie, Menschenrechte und interkulturelles Lernen für andere Jugendliche in ihren Ländern weiter tätig zu werden. Die Begegnung fand in englischer Sprache statt. Das Projekt wurde durch Jugend für Europa gefördert.
Das Programm der Begegnung finden Sie hier.
Auch dieses Jahr haben wir uns an dem Fest mit einem Infostand und einem Verkaufstand für Bücher und Zeitschriften aus dem Erev-Rav-Verlag beteiligt.
Gemeinsam haben wir beim Gemeindetag der NÖG unter der Frage „Wer war Hendrik Kraemer?“ über unsere Geschichte und unser Profil diskutiert. Wir werden weiter darüber nachdenken müssen, was für die NÖG das „Niederländische“ in unserem Namen bedeutet und welche Bedeutung das „Ökumenische“ für die neue Niederländische Gemeinde hat.
27. Januar 2006
Leben zwischen Mauern und Zäunen – Pfr.i.R. Dieter Ziebarth berichtet über
seinen Einsatz als Konfliktberater in Palästina
24. Februar 2006
"Zeichen der Zeit" in Südafrika (Dorothea Giesche, Solidaritätsarbeit mit
Südafrika, gerade zurück von einem Besuch in Kapstadt)
31. März 2006
Diavortrag mit anschließender Diskussion über die Arbeit von peace brigades
international in dem Krisengebiet Kolumbien (Stefan Gransow hat 2 Jahre in
Kolumbien mit der Menschenrechtsorganisation peace brigades international (pbi)
gearbeitet)
28. April 2006
Bericht über die Vollversammlung des ÖRK in Porto Alegre (Christine Müller,
Leiterin Arbeitsstelle Eine Welt in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens)
26. Mai 2006
Aus der Arbeit von Aktion Sühnezeichen (Christian Staffa)
30. Juni 2006
medico international im Friedensprozess in Sierra Leone (Anne Jung,
Mitarbeiterin von medico international)
29. September 2006
Pedro Dias berichtet von seiner Arbeit mit Straßenkindern in Angola
24. November 2006
Asiatische Religiosität (Gerhard Köberlin, Missionsakademie Hamburg)
Wir trafen uns zu einem außerplanmässigen Gemeindetag.
Wie hat sich die Lage der Roma in Europa in den letzten Jahren verändert? Welchen Einfluss übt dabei die EU aus? Welche Auswirkungen haben die neuen Differenzierungsprozesse innerhalb der Roma auf ihre Kultur, Identität und politische Selbstvertretung? Diese und weitere Fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen Diskriminierung und Selbstvertretung diskutierten wir in der Tagung insbesondere für die Bereiche Bildung und politische Selbstvertretung in den Staaten Mittel- und Südosteuropas und in Deutschland. Die aktuelle Bestandsaufnahme schloß die Präsentation verschiedener Projekte aus einigen ostmitteleuropäischen Ländern ein.
Anliegen der Tagung war, ein Bewusstsein zu wecken für die Lebensbedingungen der Roma im östlichen Europa Deutschland sowie allgemeine Vorurteile gegen Sinti und
Roma abzubauen. Darüber hinaus galt es, im gegenseitigen Erfahrungsaustausch neue Möglichkeiten und Formen der Kooperation bei Projekten zu erörtern. Die Tagung richtete sich u.a. an Studierenden, MultiplikatorInnen in der politischen und kulturellen Bildungsarbeit und in der Sozialarbeit sowie an WissenschaftlerInnen.
Die Tagung war Teil einer interinstitutionellen Veranstaltungsreihe zum Thema „Roma im Neuen Europa“. Ihr angegliedert war eine Foto-Ausstellung zum Thema im Institut für
Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität.
Die Beiträge der Tagung wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Download
Bildungskonzepte sind wieder einmal heiß umkämpft. Dabei geht es nicht zuerst um mehr oder bessere Bildung, sondern um unterschiedliche Vorbilder, Menschenbilder und gesellschaftliche Ziele. "Bildung ist nie neutral. Es geht immer um Werte, Normen und Interessen verschiedener Sachwalter" (P. Schreiner, ÖRK).
Uns beunruhigt, dass Wissen um die ernsten Gefährdungen eines menschenwürdigen Überlebens nahezu Allgemeingut geworden ist, eine auch nur annähernd angemessene Reaktion darauf aber ausbleibt. An technischen Lösungen für einzelne Probleme fehlt es nicht, aber die Herausbildung von Verantwortung für die Gesamtheit und die Aneignung adäquater Verhaltensweisen gelingt nicht. Dazu gehört auch die Einübung von Offenheit für andere Kulturen, Religionen und Wertesysteme. Die Bildungs- und Aufklärungsanforderungen dafür, die "Eine Welt" denken und leben zu lernen, ist in den Curricula der allgemein bildenden Schulen, aber auch in den Angeboten der Hochschulen noch nicht angekommen. "Interkulturelles und globales Lernen", "Bildung für globale, nachhaltige Entwicklung" sind zwar gängige Bildungsvokabeln, aber die Umsetzung in die gesellschaftliche Wirklichkeit lässt noch zu wünschen übrig.
Wir denken, dass die Bildung als ein der sozialen Menschenrechte ein Recht ist, das uns zusteht und worauf wir auch bestehen sollen und müssen. Deshalb setzten wir uns in der Studienwoche mit den verschieden Aspekten von Bildung und ihrer „Umsetzung“ auseinander.
Das Programm der Studienwoche finden Sie hier.
Thema "Fundamentalismus und Toleranz"
Das diesjährige Himmelfahrtstreffen mit unseren niederländischen Freunden fand
erstmals nicht in den Niederlanden, sondern bei uns im Haus statt. Der
Rotterdamer Theologe Bob ter Haar hat unter dem Titel „What is left?“ (deutsch
sowohl: „Was bleibt?“ als auch „Was ist links?“) eine ausgezeichnete Analyse
der politischen Lage geliefert.
20 Teilnehmende kamen aus Belarus, Dänemark, Frankreich, Moldavien, Niederlande, Polen, Serbien, Tschechien und Ungarn. Inhaltliche Schwerpunkte des Camps war die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus, die Situation von Flüchtlingen und Migranten und die Chancen des interkulturellen Dialogs. Die Teilnehmenden haben an den Vormittagen vier Stunden auf dem jüdischen Friedhof gearbeitet und an den Nachmittagen sich theoretisch mit den Inhalten auseinandergesetzt haben. In Auswertung des diesjährigen Verlaufs haben wir uns vorgenommen, historische und politische Zusammenhänge präziser in den Blick zu nehmen, und die Vorurteile gegen Flüchtlinge und MigrantInnen, sowie Argumente gegen neofaschistische Ideen stärker zu berücksichtigen.
Unseren diesjährigen Gemeindetag begleitete ein Seminar über die religiöse Rechte in den USA.
Nach dem Cotonou-Abkommen des Jahres 2000 sollen die AKP-Staaten (77 früheren Kolonien in Afrika, der Karibik und dem Pazifik) die im Lomé-Abkommen seit 1975 eingeräumten Begünstigungen für ihre Agrar- und Rohstoffexporte verlieren. Ab 2008 sollen sie sich der Welthandelsorganisation (WTO) unterordnen und ihre Märkte für europäische Importe öffnen. Für die Entwicklungsländer heißt das, dass ihre Märkte mit ausländischen Produkten überschwemmt, ihre Industrie und ihre Binnenmärkte zerstört, Staatseinnahmen, die sich zu großen Teilen aus Zöllen und Steuern zusammensetzen, drastisch zurückgehen werden. Es liegt auf der Hand, dass „Marktgerechtigkeit“ bei struktureller Ungerechtigkeit Farce ist. Wir hatten bei dem Seminar ausgezeichnete Referenten. David Hachfeld von attac Berlin hat uns über die Funktionsweise der WTO informiert, Klaus Schilder, Mitarbeiter bei weed, hat zu den Forderungen und Folgen des Cotonou-Abkommens referiert, Theo Kneifel von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika Folgen von Freihandelsabkommen für das Südliche Afrika analysiert. Seit 2004 formiert sich im südlichen Afrika eine Gegenbewegung zum geplanten Freihandel, die von verschiedenen Organisationen und Bewegungen im Norden unterstützt wird. Sie fordern die Beibehaltung der Lomé-Bedingungen und der einseitigen Handelsvorteile für die am wenigsten entwickelten Staaten (LDC´s), die alles, außer Waffen (everything but arms – EBA) exportieren dürfen. Zu ihren Forderungen gehören die Stärkung regionaler Wirtschaftszusammenschlüsse und eine verlangsamte und an Entwicklungskriterien gebundene Öffnung der Märkte. Härtefallregelungen und die Ausnahmen von der Gleichbehandlung, die Artikel 24 der WTO-Verfassung vorsieht, sollen die am wenigsten entwickelten Länder vor dem wirtschaftlichen Kollaps bewahren.
28. Januar 2005
„Peace Brigades International“ in Mexiko (Heike Kammer, Mitarbeiterin vor
Ort)
25. Februar 2005
Zum Zusammenhang zwischen Rassismus und Kolonialismus (Sonja Mezger)
18. März 2005
Roma in Ungarn (Ilona Fogarasi)
29. April 2005
Freitag-Abend-Kreis zum Thema der Ökumenischen Studienwoche „Bildung im Spiegel
der PISA-Studie – Reformstrategie in Deutschland“
27. Mai 2005
Treffen mit internationalen Gästen des Kirchentags
25. Juni 2005
Nepal im Bürgerkrieg (Friso Hecker)
23. September 2005
Thomas Flügge liest aus seinen Erinnerungen, speziell aus einem Kapitel über
das Hendrik-Kraemer-Haus der 70er Jahre
25. November 2005
"Vergebliche Hoffnung auf Friedensvernunft" - Die Verleihung des
Friedensnobelpreises an Berta von Suttner vor 100 Jahren (Ilsegret Fink,
Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Die Ökumenische Studienwoche haben wir mit der Studentengemeinde der Landwirtschaftshochschule in Wageningen, NL, zum Thema "Unser tägliches Brot gib uns heute - Nahrung als Menschenrecht" durchgeführt. Leider waren aus den osteuropäischen Ländern diesmal zwar einige Experten/-innen, aber keine Studierenden dabei. Es waren intensive und fruchtbare Gespräche über die Verfügbarkeit und Qualität von Nahrungsmitteln in verschiedenen Ländern Europas, über Hunger weltweit und in nächster Nähe, über biologische und industrielle Landwirtschaft, das Für und Wider der genetischen Veränderung von Landwirtschaftsprodukten, sowie die Rolle der Frauen bei der Ernährung der Familien. Drei Bibelarbeiten gaben dazu Impulse aus christlicher Sicht. Besuche in zwei biologisch orientierten Landwirtschaftsbetrieben ergänzten das Programm.
Wir haben die guten Erfahrungen dann gleich noch zur Durchführung eines Wochenendseminars zum gleichen Thema für Interessierte aus Berlin genutzt.
(Eine Textsammlung ist im Zusammenhang unserer Arbeit für dieses Seminar entstanden. Sie kann unter dem Stichwort Dokumentationen abgerufen werden.)
Die Anti-Mammon-Gruppe hat im Mai mit Prager Freundinnen und Freunden in Sedlecko bei Pilzen, CZ, zum Thema "Globalisierung und Nationalstaat" ein Seminar durchgeführt. Es diente der Reflexion darüber, wie Deutsche und Tschechen Globalisierung erleben. Jahrhundertelange Erfahrung von Dominanz durch mächtige Nachbarn beeinflusst auch die aktuelle Perspektive auf internationale Entwicklungen.
Sprache: Englisch (mehr dazu auf der englischen Seite des HKH)
Mit dem 1. Mai 2004 ist die „EU-Familie“ um neue Mitglieder gewachsen. Menschen von Nikosia bis Tallin feierten begeistert den „Eintritt“ in den „Club“ Europa. Zugleich ruft diese Erweiterung aber auch Ängste hervor: Lohndumping, Sozialabbau, Verlust der nationalen Identität. Wir fragen uns: Was wird sich ändern durch das Verschwinden alter Grenzen? Verändern die Neuen das alte Europa? Wie gut kennen sich eigentlich die europäischen Kulturen untereinander? Welche Einstellungen bzw. Vorurteile haben die Menschen gegenüber Ihren Nachbarn? Werden die Vorurteile und Ängste durch die EU-Osterweiterung beseitigt oder eher vermehrt? Wird bzw. gibt es eine verbindende europäische Identität? Der „Schutz von Minderheiten“ ist eines der wichtigen Kriterien für den Beitritt zur EU. Während des Seminars möchten wir die Situation einiger Minderheiten sowie die damit verbundenen ethnischen und religiösen Spannungen eingehender betrachten. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Bedeutung hat die EU für das alltägliche Leben von Minderheiten in Europa? In dem Seminar wurde über die soziokulturellen Auswirkungen der EU-Erweiterung diskutiert, neue Informationen aufgenommen, in Arbeitsgruppen reflektiert, in einer internationalen Gruppe Erfahrungen ausgetauscht und diskutiert, Berlin als Scharnier zwischen Welten zu erleben.
Eine Textsammlung ist im Zusammenhang unserer Arbeit für dieses Seminar entstanden. Download
Die 17 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen dieses Jahr aus Belarus, Deutschland, aus Kolumbien, Litauen, Moldawien, Polen, Transnistrien (Teilrepublik Moldawiens), aus der Ukraine und aus Ungarn. Den Einstiegsreferaten über die Herbert-Baum-Gruppe und über Charlotte Holzer, die dem Camp den Namen gab, folgte eine Diskussion über die Bedeutung solcher internationaler Camps für die persönliche Entwicklung und die Erziehung zur Zivilcourage diskutiert. Eigene Beiträge gaben den Teilnehmenden dabei Gelegenheit, ihre Ideen und Einstellungen zur Politik und Weltreligionen zum Ausdruck zu bringen. Es folgte eine lebhafte Diskussion über die kulturelle Verschiedenartigkeit und unterschiedliche religiöse Prägung der Teilnehmenden. Deutlich erfasst wurde die Rolle der eigenen Biographie, aber auch der des familiären und gesellschaftlichen Hintergrunds. Didaktische Spiele wurden als Methode eingesetzt, z.B. unter der Frage "Kann man andere Religionen überhaupt verstehen?“ Dies führte zu lebhafter Diskussion mit moslemischen Hausbewohnern. Die Kontakte zur jüdischen Gemeinde in Berlin waren spärlich. Umso wichtiger waren der Kontakt mit jüdischer Geschichte durch die Arbeit auf dem Friedhof und entsprechende Erläuterungen zu Riten und Bräuchen, die Teilnahme an einem Jüdischen Gottesdienstes und der Besuch des Jüdischen Museums. Ein Schwerpunkt und Kontinuum des Workcamps war/ist die tägliche gemeinsame gärtnerische Arbeit auf dem Friedhof. Die Teilnehmenden waren durchweg zufrieden mit der Arbeit. Bei dem Besuch der Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen war es wichtig, dass Gemeindemitglieder der Niederländisch Ökumenischen Gemeinde die Gruppe begleiteten und dass anschließend eine Begegnung mit dem Ortspastor von Oranienburg/Sachsenhausen stattfand. Die half bei der gemeinsamen Reflexion des Erlebten. Im Gespräch mit dem 90jährigen Zeitzeugen Eberhard Rebling wurden dramatische Erlebnisse und Erfahrungen aus dem antifachistischen Widerstand lebendig. Ergänzend gab es ein -äußerst positiv aufgenommenes- Stadterkundungsspiel, dass die Geschichte und denkwürdigen Orte der Stadt Berlin leicht erfassbar machte.
Das Programm des Workcamps finden Sie hier.
Zur Ausstellung bot das Interkulturelle Dialogforum (InDi) ein pädagogisches Begleitprogramm für Jugendliche von 10 bis 18 Jahre an, in dem einzelne Aspekte des Themas, Leben in der Illegalität, auf spielerische und kreative Weise vertieft wurden.
Die Workshops setzten eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Illegalität voraus. Es sollte bewusst gemacht werden, dass es ein Leben in der Illegalität innerhalb unserer Gesellschaft gibt und unter welche Schwierigkeiten illegalisierte Menschen im Alltag leben müssen. In den Rollenspielen erfuhren die Schüler/innen, welche Auswirkungen Illegalität als eine Form gesellschaftlicher Ausgrenzung für den Einzelnen hat. Sie übten den Umgang und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Urteilen und Vorurteilen und machten sich ihre eigenen Bilder und Vorurteile bewusst. Die Jugendlichen wurden motiviert, sich aktiv mit den Begriffen Integration vs. Assimilation vs. Anpassung und illegal vs. illegalisiert zu befassen. Die Teilnehmenden vertieften so einzelne Aspekte der Ausstellung.
(Die Spiele können unter dem Stichwort Dokumentationen abgerufen werden.)
Anmerkung:
Die Ausstellung selbst dokumentiert anhand von Aufnahmen der Berliner Journalistin Nina Rücker die Lebenssituationen der “Sans Papiers” in Berlin.
Über Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere gibt es keine Statistik. Schätzungsweise leben 1 bis 1,5 Mio. Illegalisierte in Deutschland. Das entspricht der Einwohnerzahl Münchens. Die Motive jedes Einzelnen für ein Leben in der “Illegalität” sind sehr unterschiedlich:
politischer Verfolgung und wirtschaftliche Nöte in den Heimatländern, Menschen, deren Visum oder Duldung abgelaufen ist und die keine Aussicht auf deren Verlängerung haben, Familienangehörige von legal hier lebenden Ausländern.
Als “Illegalisierte” können sie in diesem Lande selten ihre Menschenrechte wie z. B. Gesundheitsversorgung und Bildung wahrnehmen. Sie leben unter uns und wollen unter keinen Umständen auffallen. Werden sie entdeckt, droht die Abschiebung in eine ungewisse Zukunft. In der Heimat haben sie keine Chance zum Leben und hier keine legalen Möglichkeiten.
Mit der Ausstellung soll ein Beitrag zur Sensibilisierung für in Deutschland illegal lebende Migrantinnen und Migranten geleistet werden. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit des Caritasverbandes für Berlin e. V. und des Anne-Frank Zentrum Berlin und wird finanziell unterstützt von Civitas.
Am 3. - 5. Dezember 2004 haben wir ein Seminar mit dem Thema „Eine offene Rechnung - 120 Jahre Berliner Konferenz“ durchgeführt.120 Jahre nach der Berliner Konferenz und 100 Jahre nach dem Völkermord deutscher Kolonialtruppen an Herero, Nama und Damara in Südwestafrika fordern Nachkommen der Opfer des Kolonialismus Wiedergutmachung. Auch wenn sich nichts wirklich wieder gut machen lässt - schon gar nicht mit ausschließlich finanziellen Leistungen - gilt es, diese Forderungen ernst zu nehmen. Dazu gehört, an der Entstehung eines politischen Bewusstseins und Klimas mitzuwirken, dass den Strukturen von Rassismus, Selbstüberhebung und Ausbeutung den Boden entzieht.
Eine Textsammlung ist im Zusammenhang unserer Arbeit für dieses Seminar entstanden. Download
30. Januar 2004
Rosa Luxemburgs Essay „Sozialismus und Christentum“ (Ilsegret Fink,
Rosa-Luxemburg-Stiftung)
27. Februar 2004
„Erfahrungen in Deutschland“ (Brigitte Lawson, aus Lome/Togo)
26. März 2004
Thema: ...
30. April 2004
Thema: ...
28. Mai 2004
Thema: ...
25. Juni 2004
Thema: ...
24. September 2004
Edgar Garcia Santos, Kolumbien, z.Zt. als Freiwilliger im HKH, berichtet über
seine Erfahrungen während der Anti-Lager-Tour zu Abschiebegefängnissen und
Asylheimen in Ostdeutschland
29. Oktober 2004
Sudan heute (Abelrahman Anglo)
26. November 2004
Das kubanisch-deutsches Bioprojekt in Kuba "Das fröhliche Brot" (Madeleine
Porr)
Die ökumenische Studienwoche 2003 (LOS) führte eine Gruppe internationaler Studenten (v.a. aus der Niederlande, aber auch aus Osteuropa) nach Pszczyna, Polen. Als Thema wurde allgemein die Gesundheitspolitik gewählt. Die verschiedenen Aspekte unserer zukünftigen Gesundheit und Aspekte unserer Gesundheit in der Vergangenheit wurden diskutiert und in workshops erklärt. Wir suchten konkrete Antworten, so zum Beispiel zu der Frage: Was kann Europa, was können einzelnen Organisationen oder auch die Gesellschaft im allgemeinen tun, um die Gesundheitssysteme der Welt zu verbessern? Wie können wir den Missbrauch von Gesundheitspolitik verhindern?
Zusätzlich gingen wir auch in der Zeit zurück bis zur Zeit des Nationalsozialismus und diskutierten die damalige „Gesundheitspolitik“ und besuchten Birkenau und Auschwitz.
Auch eine historische Stadtführung durch Krakau war Teil des Programmes.
Sprache: Englisch
(ein Teilnehmerbericht in Englisch kann im Büro des HKH angefordert werden)
Wir hatten am Abend der Begegnung einen Stand. Das HKH selber war in der Zeit als Treffpunkt zum Gespräch geöffnet. Wir boten Bibelarbeiten in kleiner Runde im HKH an und organisierten ein Werkstattgespräch zu den Folgen der EU-Osterweiterung für die Landwirtschaft mit Teilnehmenden aus den Niederlanden, Deutschland und Polen.
Jüdische Religion und Kultur ist das eine Hauptthema des Camps, antifaschistische Tradition und deren Aktualität heute das andere. In Absprache mit der jüdischen Gemeinde halfen wir jeden Vormittag bei der Pflege eines ihrer Friedhöfe helfen. Im Anschluss daran besichtigten die Teilnehmer Orte jüdischen Lebens und lernten Zeugen und Zeugnisse der jüdischen Geschichte kennen.
Das Programm des Camps finden Sie hier.
gemeinsame Lektüre des Buches von Duchrow/ Hinkelammert
Seminar und Gottesdienst zur Offenbarung Kap 4: "Ein gläsernes Meer"
Litauen - Viktorija, die derzeitige EVS-Freiwillige stellt sich und ihre Heimat vor.
28. Februar 2003
Bericht aus dem TAM in Kreuzberg
25. April 2003
Bericht aus der REGENBOGENFABRIK in Kreuzberg
26. September 2003
Bericht über ein Begegnungsprojekt mit israelischen und palästinensischen
Jugendlichen (Christian Weber, Landesjugendpfarrer)
31. Oktober 2003
Thema: ...
28. November 2003
Thema: ...
21. November 2002
Gibt es eine Chanche für die evangelischen Christen in Rußland? (Pfr. Dr. Hans-Christian Diedrichs)
...
...
mit SchülerInnen aus Buch über multikulturelles Zusammenleben (Anti-Rassismus-Gruppe)
„Flüchtlinge in den Niederlanden – eine Filmfahrt nach Utrecht“, ein Nachmittag mit SchülerInnen über die Situation von Flüchtlingen in der Niederlanden und in Deutschland, in Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. (Anti-Rassismus-Gruppe)
Bewerbung bei der Heinrich Böll Stiftung: „Projekte gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ und Teilnahme an der Projektpräsentation (zuhörend) am 5. und 6. Juni 1999 (Anti-Rassismus-Gruppe)
multikulturelles Fest im Garten des HKH mit jeweils traditionellem Essen, Musik, Kleidung (Anti-Rassismus-Gruppe)
„Kaffeeparcours“, Teilnahme und Organisation des Eine Welt Cafe im Freizeit- und Erholungszentrum Berlin
in der Lenaugrundschule in Kreuzberg: 10 – 13 Uhr: „Eine Reise um
die Welt“ mit Musik, Bildern, Spielen...
„Szenisches Mitmachspiel auf der Basis rassistischer Erfahrungen“ – Rollenspiel in der S-Bahn (ein Abend im HKH im Rahmen des Monats des ausländischen Mitbürgers)
„Blue eye – brown eye“ Film und Diskussion über Diskriminierung (ein Abend im HKH im Rahmen des Monats des ausländischen Mitbürgers)
in einer Grundschule in Spandau: 10 – 13 Uhr: „Eine Reise um die Welt“ mit Musik, Bildern, Spielen...
Gemeindeabend mit Jugendlichen in der Ev. Kirchengemeinde Zur Heimat / Berlin-Zehlendorf: Thema: Jugendliche - gemeinsam gegen Rassismus; Film Schwarzfahrer gezeigt mit anschließender einladender (jeweils zwei freie Stühle) Podiumsdiskussion
Teilnahme beim Fest der Völker in der St. Michaels Gemeinde in Kreuzberg, organisiert vom Internationalen Konvent Christlicher Gemeinde in Brandenburg, Internationale Spiele mit Kindern gespielt, Brettspiele, „Gebata“ (afrikanisches Steinspiel), internationale Märchen vorgelesen „Entwicklungshilfe – der Hunger entwickelt sich“, das Planspiel LATAKIEN in einem Gymnasium in Lichtenberg mit einer Klasse 10 „gespielt“ und diskutiert
„Grenzen der Toleranz, die Grille und der Maulwurf und andere Geschichten“ ein Filmabend mit Diskussion, Suche nach dem Zusammenhang von Identität und Toleranz (Abend im HKH im Rahmen des Monats des ausländischen Mitbürgers)
Einladung einer Schulgruppe aus Buch: Hausspiel: Wer wohnt wo? Woher kommen die Menschen hier? Wie leben sie hier? Diskussion und Austausch, gemeinsames Kochen und Auswertung
im HKH mit der Rüstzeitgruppe Zivildienstleistender: „Wieviel Deutschland braucht die Welt?“: Rollenspiel: „Eine ganz normale Fahrt in der S-Bahn?“ mit Rollenverteilung aller anwesenden und rassistische und antirassistische Impulse
Teilnahme bei der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz, auf der Agora im Anti-Rassismus-Haus: Organisation des Interkulturellen Cafés mit internationalen Märchen und Kaffee/Tee aus Peru, Bangladesh, Äthiopien ...
Wochenendseminar mit Brandenburger StudentInnen, die sich auf einen Aufenthalt in Indonesien vorbereiten: „Fremde Kulturen – eigene Kultur – Fremdenangst – Flüchtlinge – Asylpolitik – Nord-Süd-Problematik – Rassismus – Antirassismus
mit niederländischen StudentInnen: Gespräch darüber über verschiedene Bezeichnung der Aufenthaltstatuse und ein Vergleich mit den Niederlanden
Wochenendseminar mit Konfirmanden aus Berlin-Hohenschönhausen: „Die große Welt im Kleinen“
innerhalb des internationalen Jugendworkcamps ein Gesprächsabend über Erwartungen des Lebensstils in Deutschland und der Situation von Ausländern in Deutschland
Internationaler Spieleabend im HKH mit Spielen aus Afrika (Steinchenspiel, Gebata und Ti ta tu). Asien (Pek Khara, Murmelspiel), Deutschland (Mühle, „Knoten“ und die Reise nach Jerusalem), Lateinamerika (Hände-Klatschen-Spiel)
Einen Tag in der Kinderferienwoche in Protzen: „Kinder dieser Erde“ – eine Reise um die Welt auf dem Fliegeteppich“ mit Essen, Spielen, Musik, Bilder, Verkleidungen
„Tribalismus im Alltagsleben“ Hintergründe von Stammeskonflikten in Afrika am Beispiel von Sierra Leone (innerhalb des Monats des ausländischen Mitbürgers ein Abend im HKH)
„Flüchtlinge fallen nicht vom Himmel“, Definition von Flüchtlingen, Asylpolitik, Aufenthaltstatus in Deutschland, Diskriminierung, Fluchtursachen (ein Abend im HKH innerhalb des Monats des ausländischen Mitbürgers)