
Dann laden wir Sie ein, im Ökumenischen Zentrum Hendrik-Kraemer-Haus mit uns darüber ins Gespräch zu kommen.
„Eiserner Vorhang“
Die „Berliner Mauer“ gilt als politisches Symbol der Trennung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. In ihr vergegenständlichte sich die Churchill-Metapher vom „Eisernen Vorhang“ zwischen Ost und West. Sie ist das bekannteste Monument des Kalten Krieges.
„Mauerfall“
Die Öffnung der Mauer markiert die politische Wende von 1989. Ihre Reste und ihr im Straßenpflaster festgehaltener Verlauf haben inzwischen Denkmalscharakter.
Spurensuche
Täglich kommen Tausende, um im heutigen Berlin die Spuren der Teilung zum besichtigen. Im Stadtbild und in den Strukturen der Stadt sind die Merkmale vergangener Epochen und gesellschaftlicher Systeme besonders deutlich erkennbar.
Geschichte im Kleinen
Nie sollte über der großen Geschichte der Alltag der Menschen vergessen werden. Dieser offenbart oft mehr Wahrheit über das wirkliche Leben als die Gedächtnisrituale.
Zeit zum Erinnern?
Doch wo finden die Besucher im hektischen Berlin Zeugen, die Zeit haben sich zu erinnern und ihre Erfahrungen mitzuteilen, wo gibt es ältere Menschen, die bereitwillig auf Fragen der Jüngeren Antwort zu geben versuchen?
Ein Ort
Das Hendrik-Kraemer-Haus will eine „ökumenische Herberge“ im Sinne einer schlichten, bereitwilligen Gastfreundschaft sein. Es befindet sich gegenüber dem Jüdischen Museum und nahe am Checkpoint Charlie.
Wir – Menschen von ehemals beiderseits der Mauer – sind offen und bereit, über die Zeit vor, während und nach der Teilung Berlins Rede und Antwort zu stehen. Jedermann und jede Frau ist uns willkommen, Einzelgäste ebenso wie Gruppen, Senioren ebenso wie Schüler oder Studenten. Wir können einander in unserer Bibliothek begegnen, in einem privaten Wohnzimmer oder auf einem Platz oder einer Straße dieser Stadt.
Haben Sie Interesse? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Fußnoten zum Andenken
„Der Kalte Krieg“ („The Cold War“) ist der Titel eines Buches des
US-amerikanischen Journalisten und Politikers Walter Lippmannn, das 1947
erschien. Seitdem hat sich der Begriff eingebürgert.
„Kalter Krieg“ ist die Bezeichnung für eine gewaltsame Konfrontation unterhalb der Schwelle militärischer Kampfhandlungen. Der Begriff steht für den antikommunistischen Versuch, die sozialistischen Gesellschaften zu stören und zu zerstören.
Die „Berliner Mauer“ trennte nicht nur das kapitalistische und das sozialistische Weltsystem voneinander, sondern auch sehr unterschiedliche Lebensweisen und gesellschaftspolitische Leitbilder.
„Wende“ ist eine Bewegung zur Änderung der Richtung um bis zu 180 Grad. Der Begriff wurde von Egon Krenz am 18. Oktober 1989 positiv in seiner Antrittsrede als Generalsekretär der SED gebraucht. Die Schriftstellerin Christa Wolf polemisierte auf der Demonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz ausdrücklich dagegen. Den Begriff „Eiserner Vorhang“ hatte Joseph Goebbels in einem Aufsatz der Zeitschrift 'Das Reich' benutzt: „… und sich ein ‚eiserner Vorhang’ über Europa senken werde.“ Berühmt wurde die Wendung durch die Rede, die Winston Churchill in Fulton am 5. März 1946 hielt.