Seminar: Ein langer Kampf – 20 Jahre Demokratie in Südafrika

Seit den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika, die zum überwältigenden Sieg des ANC und zur Präsidentschaft von Nelson Mandela führten, sind 20 Jahre vergangen. Vieles hat sich in der „Regenbogennation“ Südafrika geändert, nicht alles so wie vor 20 Jahren erwartet, nicht alles zum Guten. Eine ökonomische Transformation zugunsten der schwarzen Mehrheit ist ausgeblieben. Die Regierung hat sich dem Neoliberalismus verschrieben, die soziale Schere zwischen Schwarzen und Weißen klafft weit auseinander, auch wenn es inzwischen eine schwarze Mittelschicht und schwarze Reiche gibt. Die Arbeitslosigkeit unter Schwarzen ist gewachsen, Gewalt grassiert, die Wirtschaft stagniert. Immer wieder kommt es zu Streiks. Menschen kämpfen für ihre Rechte und ein menschenwürdiges Leben, sie setzen sich zur Wehr, sei es dass sie die Wahlen boykottieren, sei es dass sie sich in neuen Bewegungen organisieren.

Bei unserem Herbstseminar am 18. Oktober berichteten engagierte Aktivisten aus Südafrika über die aktuelle Situation ihres Landes und ihre Arbeitsbereiche. Die drei Gäste waren im Rahmen einer Konferenz von Brot für die Welt und der Kirchlichen Arbeitsstelle für das Südliche Afrika in Berlin. Wir nutzten die Chance ihres Besuches und luden sie zu unserem Herbstseminar ein.

Die Gäste waren:

  • Liebollo Lebohang Pheko: soziale Aktivistin, Schriftstellerin, Trade Collective
  • Thoma Mguni: Community und Ökologie Aktivist, Greater Middleburg Residents Association
  • Nomarussia Bonase: Menschenrechtsaktivistin, Khulumani Support Group

Bericht von der Studienreise nach Bosnien-Herzegowina

Im Rahmen unseres diesjährigen Studienthemas haben wir uns mit der Vergangenheit und vor allem der Gegenwart in Bosnien-Herzegowina beschäftigt. Dazu gehörte eine Studienreise vom 1. bis 8. Juli nach Sarajevo und Mostar, an der 17 Personen aus Gemeinde und Freundeskreis teilgenommen haben. Von unseren Gesprächen und Erfahrungen wurde nun berichtet.

Gleichzeitig ging im August das Freiwilligen-Jahr unserer bosnischen Mitarbeiterin, Jelena Vukobrat, zuende und die Veranstaltung diente so auch zur offiziellen Verabschiedung.

Lotte-Holzer-Camp, 2013

 (20. Juli – 3. August 2013)

Campthema war auch dieses Jahr wieder „Zwangsarbeit in der NS-Zeit (1933-1945) und in der Gegenwart“

Erneut arbeiteten wir mit dem ‚Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit‘ in Schöneweide zusammen. Neu war, dass die TeilnehmerInnen diesmal einen Teil ihrer Arbeitszeit im Archiv verbrachten, Biografien einiger ZwangsarbeiterInnen recherchierten und diese dann unter fachkundiger Anleitung zu einer szenischen Lesung verarbeiteten. Das Resultat ihrer Arbeit wurde in einer öffentlichen Veranstaltung als szenische Lesung präsentiert.

Das Programm für das diesjährige Camp können Sie hier downloaden.

Bosnien und Herzegowina – Land der Widersprüche zwischen Vergangenheit und Zukunft

Man sagt hier begann und endete das 20. Jahrhundert mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges und dem Zerfall Jugoslawiens mit den nachfolgenden Kriegen. Der Blick auf Bosnien und Herzegowina ist immer noch stark von diesen Ereignissen geprägt, die die komplexen Entwicklungen in der Gegenwart überschatten.

Auf einer Studienreise nach Bosnien/Herzegowina erhielten wir einen Einblick in das politische, kulturelle und soziale Leben in einem Land, das hart um seine Identität zwischen Ost und West, Krieg und Frieden, Vergangenheit und Zukunft ringt. Unsere Eindrücke, wie auch einige interessante Informationen haben wir in einem Dossier zusammengestellt.

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Brot und Rosen – das gute Leben „buen vivir“ gestalten | Von der Kraft und der Zukunft sozialer Bewegungen in Indien und hier

12. März 2013

Frau Dr. Gabriele Dietrich aus Madurai (Indien), Frauenrechtlerin und Kennerin der sozialen Bewegungen in Indien sowie Rahel Schweikert und Claudia Spiller, zwei „Kiezwandlerinnen“ aus Kreuzberg, Vertreterinnen der Transition Town Bewegung sprachen über die Rolle der Frauen in den sozialen Bewegungen an verschiedenen Orten unserer Erde.

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit Mira Martha – dem Frauenprojekt der Martha-Gemeinde/Kreuzberg statt. Mira Martha (ehemals Frauencafé Glogauer Str.) feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Sie ist, historisch gesehen, das erste kirchliche emanzipatorische Frauenprojekt in West-Berlin.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen – 2. Abend

26. Januar 2013

Nachdem wir beim ersten Seminar das lateinamerikanische Konzept des „Buen vivir“ kennengelernt und diskutiert haben, bestimmten diesmal Überlegungen zu einer Post-Wachstums-Ökonomie und Beispiele aus der Praxis, vor allem in Europa, die thematische Arbeit.

Dabei lautete die Leitfrage, die sich beim ersten Seminar herausgebildet hat: Wie lassen sich soziale und ökologische Gerechtigkeit und das Interesse der Menschen so miteinander verbinden, daß „gutes Leben“ gestaltet werden kann?

Wir ließen diesmal Referenten über ein Video zu Wort kommen und arbeiteten miteinander zu den Bereichen Regionalgeld, bedingungsloses Grundeinkommen und Gemeinwohlökonomie.

Das Seminar fand in Verbindung mit dem Neujahrsempfang des HKH und dem darauffolgenden NÖG-Gottesdienst statt.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen – 1. Abend

27. Oktober 2012

Im Rahmen unserer Seminarreihe „BUEN VIVIR – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen“ haben wir uns zunächst mit dem Konzept des Buen vivir beschäftigt.
„Buen vivir“ – Gutes Leben – meint ein Leben in einer solidarischen Welt, in der jeder das zum Leben hat, was er benötigt, und in der die Natur zugleich als eine „Vertragspartnerin“ verstanden wird. Buen vivir ist ein Leben im Einklag mit der Natur, nicht auf ihre Kosten, ein hinreichendes Auskommen anstelle ständigen Wachstums. Darüber wird weltweit diskutiert – nicht nur von einzelnen Initiativen und Gruppen, sondern auch von sozialen Bewegungen und einigen Regierungen des globalen Südens.
Referiert hat der Sozialwissenschaftler und Philologen Thomas Fatheuer. Er ist Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung, war von 2003 bis Juli 2010 Leiter ihres Büros in Rio de Janeiro und gilt als Fachmann in dieser Sache.

Das Seminar fand in Verbindung mit der Feier von Bé Ruys‘ 95. Geburtstag und dem darauffolgenden Gemeindetag der NÖG statt.

Lotte-Holzer-Camp, 2012

(21. Juli – 4. August 2012)

Auch dieses Jahr lautete das Thema Zwangsarbeit in der NS-Zeit (1933-1945) und in der Gegenwart. Das Camp setzte sich aus zwei Teilen zusammen – aus praktischer Arbeit und aus Studieneinheiten. Eine Dokumentation für dieses Jahr gibt es nicht.

„Leben mit der Mauer – Zeitzeugen berichten“

(26. April 2012)

In kleinen Gruppen besuchten die Abiturienten einer baden-württembergischen Waldorfschule Zeitzeugen der DDR-Vergangenheit in deren Umgebung und kamen mit ihnen ins Gespräch. Bei der Zeitzeugengruppe handelte es sich um einem heterogene Gruppe von „normalen“ Bürgern über einen jüngeren ehem. Hochleistungssportler bis zu ehemaligen kirchlichen Funktionsträgern. Jede/r hatte die DDR aus einem anderen Blickwinkel und in einer anderen Phase erlebt.