„Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“

25. Januar 2014

Beim zweiten Seminar unserer diesjährigen Seminarreihe diskutierten wir die Ergebnisse der 10. Vollversammlung des ÖRK, die vom 30.10. bis 8.11.2013 in Busan, Republik Korea, unter dem Motto stattfand: „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“. Wir sind Teil der ökumenischen Bewegung und erhofften uns klare Aussagen und mutige Beschlüsse.

Im Anschluss an das Seminar fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt.

Chile | Damals 1973 – und die Gegenwart

Am 26./27. Oktober 2013 feierten wir wie üblich das Gemeindefest zur Erinnerung an die Anfänge der NÖG im Jahr 1949.

Am Sonnabend erinnerten wir im Rahmen unserer neuen Seminarreihe mit einem Seminar, „Chile |  damals 1973 – und die Gegenwart“, an den 40. Jahrestag des faschistischen Putsches, sowie an dessen Folgen und reflektierten über die gegenwärtige Situation in Chile. Dazu näherten wir uns mit einem Film des chilenischen Regisseurs Patricio Guzmán über Salvador Allende und dessen Regierungszeit der historischen Situation. Der Film ist preisgekrönt und zugleich ein persönliches Zeugnis des Dokumentarfilmers, der selbst 15 Tage im Stadion gefangen gehalten war und durch die Film-Trilogie „Die Schlacht um Chile“ weltbekannt wurde.

Im Anschluss daran kamen wir mit Dr. Dr. Jens Holst und mit Frau Llanquiray Painemal ins Gespräch. Jens Holst ist Gesundheitswissenschaftler und weltweit für verschiedene Organisationen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. So ist er zu einem profunden Kenner auch der chilenischen Gegenwart geworden. Die in Berlin lebende Chilenin Llanquiray Painemal gehört dem indigenen Mapuche-Volk an. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Mitglied in der Mapuche-Solidaritätsgruppe im Berliner Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL). Über die Situation der Mapuche damals und heute kann sie authentisch Auskunft geben.

Lotte-Holzer-Camp, 2013

 (20. Juli – 3. August 2013)

Campthema war auch dieses Jahr wieder „Zwangsarbeit in der NS-Zeit (1933-1945) und in der Gegenwart“

Erneut arbeiteten wir mit dem ‚Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit‘ in Schöneweide zusammen. Neu war, dass die TeilnehmerInnen diesmal einen Teil ihrer Arbeitszeit im Archiv verbrachten, Biografien einiger ZwangsarbeiterInnen recherchierten und diese dann unter fachkundiger Anleitung zu einer szenischen Lesung verarbeiteten. Das Resultat ihrer Arbeit wurde in einer öffentlichen Veranstaltung als szenische Lesung präsentiert.

Das Programm für das diesjährige Camp können Sie hier downloaden.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen

23. März 2013

Untertitel der Veranstaltung war: Die ökumenische Diskussion zum „guten Leben“ vor der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan vom 30. Oktober bis 8. November 2013.

Im dritten Teil unserer Seminarreihe führten wir in die im Thema angekündigte Diskussion ein, gemeinsam mit Frank Schürer-Behrmann, Superintendent in Fürstenwalde und Mitglied im Zentralausschuß des ÖRK, dachten wir darüber nach, welche Chancen und Schwierigkeiten bei der Vermittlung ökumenischer Themen in unsere Gemeinden und Kirchen bestehen. Wir versuchten dabei unsere Position zu einer „Wirtschaft für das Leben“ zu formulieren. Im Anschluß an das Seminar fand ab 19.00 die für alle offene Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde des Hendrik-Kraemer-Hauses“ statt.

Am darauffolgenden Lateinamerika-Sonntag feierten wir einen Gottesdienst im Gedenken an Oskar Romero und Koos Koster.

Brot und Rosen – das gute Leben „buen vivir“ gestalten | Von der Kraft und der Zukunft sozialer Bewegungen in Indien und hier

12. März 2013

Frau Dr. Gabriele Dietrich aus Madurai (Indien), Frauenrechtlerin und Kennerin der sozialen Bewegungen in Indien sowie Rahel Schweikert und Claudia Spiller, zwei „Kiezwandlerinnen“ aus Kreuzberg, Vertreterinnen der Transition Town Bewegung sprachen über die Rolle der Frauen in den sozialen Bewegungen an verschiedenen Orten unserer Erde.

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit Mira Martha – dem Frauenprojekt der Martha-Gemeinde/Kreuzberg statt. Mira Martha (ehemals Frauencafé Glogauer Str.) feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Sie ist, historisch gesehen, das erste kirchliche emanzipatorische Frauenprojekt in West-Berlin.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen – 2. Abend

26. Januar 2013

Nachdem wir beim ersten Seminar das lateinamerikanische Konzept des „Buen vivir“ kennengelernt und diskutiert haben, bestimmten diesmal Überlegungen zu einer Post-Wachstums-Ökonomie und Beispiele aus der Praxis, vor allem in Europa, die thematische Arbeit.

Dabei lautete die Leitfrage, die sich beim ersten Seminar herausgebildet hat: Wie lassen sich soziale und ökologische Gerechtigkeit und das Interesse der Menschen so miteinander verbinden, daß „gutes Leben“ gestaltet werden kann?

Wir ließen diesmal Referenten über ein Video zu Wort kommen und arbeiteten miteinander zu den Bereichen Regionalgeld, bedingungsloses Grundeinkommen und Gemeinwohlökonomie.

Das Seminar fand in Verbindung mit dem Neujahrsempfang des HKH und dem darauffolgenden NÖG-Gottesdienst statt.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen – 1. Abend

27. Oktober 2012

Im Rahmen unserer Seminarreihe „BUEN VIVIR – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen“ haben wir uns zunächst mit dem Konzept des Buen vivir beschäftigt.
„Buen vivir“ – Gutes Leben – meint ein Leben in einer solidarischen Welt, in der jeder das zum Leben hat, was er benötigt, und in der die Natur zugleich als eine „Vertragspartnerin“ verstanden wird. Buen vivir ist ein Leben im Einklag mit der Natur, nicht auf ihre Kosten, ein hinreichendes Auskommen anstelle ständigen Wachstums. Darüber wird weltweit diskutiert – nicht nur von einzelnen Initiativen und Gruppen, sondern auch von sozialen Bewegungen und einigen Regierungen des globalen Südens.
Referiert hat der Sozialwissenschaftler und Philologen Thomas Fatheuer. Er ist Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung, war von 2003 bis Juli 2010 Leiter ihres Büros in Rio de Janeiro und gilt als Fachmann in dieser Sache.

Das Seminar fand in Verbindung mit der Feier von Bé Ruys‘ 95. Geburtstag und dem darauffolgenden Gemeindetag der NÖG statt.

Lotte-Holzer-Camp, 2012

(21. Juli – 4. August 2012)

Auch dieses Jahr lautete das Thema Zwangsarbeit in der NS-Zeit (1933-1945) und in der Gegenwart. Das Camp setzte sich aus zwei Teilen zusammen – aus praktischer Arbeit und aus Studieneinheiten. Eine Dokumentation für dieses Jahr gibt es nicht.

Studientag „Nachbar Polen“

12. Mai 2012

Der Studientag diente der inhaltlichen Vorbereitung für die Reise, war aber zugleich für alle gedacht, die sich für unser Nachbarland interessieren. Der Historiker Mateusz Hartwich führte in die polnische Landesgeschichte ein. Einblicke in die Stadtgeschichte von Łódź veranschaulichten exemplarisch einige Aspekte des Schicksals des oft geteilten Landes und seiner Menschen. Nach einer Abendbrotpause wurde der eindrückliche polnische Film „Das gelobte Land“ von Andrzej Wajda aus dem Jahr 1974 gezeigt, der das Leben in der Industriemetropole am Ende des 19. Jahrhunderts thematisiert.

Der Text von Dr. Mateusz Hartwich lässt sich hier downloaden.

Gerechter Friede und die Kirchen

(22. Oktober 2011)

Seminar im Rahmen der Veranstaltungsreihe 2011-2012 zum Thema GERECHTER FRIEDE

Über Jahrzehnte hat der Freitag im HKH eine besondere Rolle gespielt. Während der Anfänge des Hauses traf man sich wöchentlich zum Gespräch über Fragen aus Kirche und Gesellschaft, später bildete sich der Freitag-Abend-Kreis heraus, ein monatlicher thematischer Jour fixe für alle Freunde und Freundinnen des Hauses. Ab Oktober 2011 haben wir eine neue Form des gemeinsamen Debattierens gewählt. Zunächst führen wir im Winterhalbjahr 2011/2012 drei Seminare zum Gerechten Frieden, der gegenwärtig auch das große Thema der ökumenischen Bewegung ist, durch. Auf der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation in Kingston/Jamaika war deutlich geworden, dass der Prozess zur Überwindung von Gewalt, der in einen gerechten Frieden mündet, noch keineswegs abgeschlossen ist. Im Gegenteil: Es gibt Stimmen, die meinen, die Kirchen der Ökumene hätten schon einmal zielgenauer gesprochen, fortschrittlicher, prophetischer als in Kingston …

Das erste Seminar unserer neuen Veranstaltungsreihe fand im Rahmen der Gemeindetage statt. Refernet war der ehemalige Generalsekretär des Ökumenischen Rates Prof. Dr. Konrad Raiser.