Die Stimme Rosa Luxemburgs

Am 15. Januar jährt sich zum einhundertsten Mal der Tag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Aus diesem Anlass wollen wir die bedeutende Theoretikerin des wissenschaftlichen Sozialismus und kluge Zeitgenossin Rosa Luxemburg selbst zu Wort kommen lassen und sie in ihren Texten hören.

Wir laden ein zu einer Lesung von Rosa-Luxemburg-Texten am 27. Januar 2019. Jede und jeder kann etwas dazu beitragen. Im Anschluss daran wollen wir Gottesdienst feiern und das Neue Jahr begrüßen.

Die Novemberrevolution und die Kirche

Unter dem Motto „Wir haben das Recht zur Revolution verneint“ führten wir am 27. Oktober 2018 ein Seminar durch, das sich mit dem Verhältnis der evangelischen Kirche zu den revolutionären Vergängen von 1918/1919 in Deutschland beschäftigte.

Der 100. Jahrestag der Novemberrevolution ist uns Anlass, die kirchliche Haltung zu Krieg und Frieden, Revolution und Reform, Bußfertigkeit und Privileg zu überdenken. Wieviel wir wohl dazu gelernt haben? Das Motto, das aus dem „Darmstädter Wort“ stammt, schien uns für unsere Fragen sehr geeignet zu sein.

Ein Überblick über den Ablauf des Seminars findet sich hier .

Und hier ist das Referat nachzulesen, das Prof. Dick Boer über die Position des Theologen Karl Barth zu den revolutionären Vorgängen in Deutschland gehalten hat: „Karl Barth: Eine Stimme aus der Ökumene“.

Serbien wahrgenommen

Serbien mit seiner großen und reichen Geschichte ist der Inhalt eines Berichts, den Giselher Hickel über eine Reise schrieb, die er im Sommer dieses Jahres dorthin unternommen hat. Mit freundlicher Genehmigung des Autors dokumentiern wir diesen Text, der osteuropäische Impressionen in einer Weise transportiert, dass Spätere auf die jüngere und jüngste Geschichte dieses Landes mit Gewinn zurückgreifen können.

Der interessante Bericht ist hier zu finden.

Die Gewerkschaftsschule Bernau

Wie so oft, lässt sich an Gebäuden Geschichte ablesen – politische Geschichte, Architekturgeschichte, Sozialgeschichte. Dies gilt auch für das „BAUHAUS DENKMAL Bundesschule Bernau bei Berlin“, das seit 2017 zur Welterbeliste der UNESCO gehört. Über die Zeit des Hauses von 1947-1990 hat Elefteriya Yuanidis nun mit finanzieller Unterstützung des Bé-Ruys-Fonds einen Film gedreht. Ehemalige Lehrkräfte und Studierende berichten darin über eine sie tief prägende gesellschaftliche Epoche.

Wir laden herzlich zur Filmvorführung ein, an die sich ein Gespräch mit der Produzentin anschließt:

Freitag, 14. September 2018, 19.00 Uhr
„Die Gewerkschaftsschule Bernau 1947-1990. Zeitzeugen berichten“
Andreas-Haus, Stralauer Platz 32, 10243 Berlin (gegenüber dem Ostbahnhof)

 

Ein Blick in die Geschichte des HKH | Els van Vemde

Els van Vemde, einst „Roter Engel“ im Hendrik-Kraemer-Haus, hat jetzt ihre Erinnerungen an ihre Wirkungszeit dort aufgeschrieben und sie mit vielen persönlichen Briefzitaten und Bildern versehen.

Entstanden ist ein Werk, das nicht authentischer das Leben in diesem einmaligen Haus schildern könnte – das Charisma seiner Gründerin, die vielen Menschen, die dort ein- und ausgingen, ihre Aktivitäten und Überlegungen. Nicht zuletzt kommt dabei auch ein vielschichtiges Stück Zeitgeschichte der geteilten Stadt Berlin in den Blick.

Vor uns liegt die wunderbare Erzählung einer klugen und warmherzigen Zeitgenossin. Wir laden herzlich zum Lesen ein!

 

Ostasien – Brennpunkt oder Mittelpunkt?

Das Thema unseres aktuellen Seminars ist Ostasien. Im weiteren Sinne verlagert sich der geopolitische Schwerpunkt der derzeitigen Entwicklungen auf diesen Kontinent. Die westliche Großmacht sieht dort ihre eigentlichen Kontrahenten und ihre größten Herausforderung für ihr System.

Im engeren Sinne stehen Nord- und Südkorea für die Systemauseinandersetzungen. Wie in einem Brennglas lässt sich hier ablesen, wie gegenseitige atomare Bedrohungen politisch funktionieren.

In einem Gespräch mit dem Ostasien-Experten Peter Linke wollen wir herausfinden, welche Drohungen, Hoffnungen und Interessen genau den gegenwärtigen Konflikt bestimmen.

Wir laden herzlich dazu ein:

Freitag, 9. März 2018
19.00 Uhr
Andreashaus
Stralauer Platz 32, 10243 Berlin  |   gegenüber dem Ostbahnhof

 

 

MYANMAR im Umbruch zwischen Militärregierung und ziviler Gesellschaft

Was tut sich gegenwärtig in Myanmar? Welche Kräfte stehen hinter den Konflikten, von denen in den Medien zu hören ist? Welche Ziele verfolgen sie?

In einem Seminar wollen wir diesen Fragen nachgehen. Als Referent eingeladen ist Dieter Hecker, der über Jahre das Land besuchte und seine Konditionen gut kennt. Nähere Informationen finden sich hier.

Wir laden herzlich ein zu

„Myanmar im Umbruch zwischen Militärregierung und ziviler Gesellschaft“
Samstag, 27. Januar 2018
15.00 – 18.00 Uhr
Andreas-Haus, Stralauer Platz 32 (gegenüber dem Ostbahnhof)

 

DOKUMENTATION | Seminar 100 Jahre Oktoberrevolution – 100 Jahre Bé Ruys

Wir dokumentieren hiermit die Beiträge zum HKH-Seminar „100 Jahre Oktoberrevolution – 100 Jahre Bé Ruys“.  Beides – sowohl die politische Option des HKH zugunsten der Oktoberrevolution als auch das Leben von Bé Ruys, der außergewöhnlichen Ökumenikerin, die sich als ein Kind der Oktoberrevolution bezeichnete, – bleiben für das HKH entscheidend.

In seinem Referat fragte Thomas Möbius danach, wie die Oktoberrevolution beschrieben wurde und in welche Katergorien ihre reichhaltige Literatur eingeteilt werden kann – um  sowohl ihren Autoren und Autorinnen als auch deren literarischen Zielen gerecht zu werden. Seine Liste zeitgenösssischer „Revolutions-Literatur“, die einen erstaunlichen Überblick über die gedruckte Literatur bietet, ist ebenfalls zu finden. Friederike Schulze ordnete in ihrem Beitrag das Leben von Bé Ruys in die Entwicklung der Ökumene des vergangenen Jahrhunderts ein – in das „Jahrhundert der Ökumene“. Das Referat machte deutlich, wie sehr auch Bé Ruys zu diesem ökumenischen Jahrhundert beigetragen hat. Im Gottesdienst, der das „doppelte Seminar“ abschloss, war es die Predigt Giselher Hickels, die die Haltung des Propheten Amos im 8. Jahrhundert v.u.Z. sowohl in der politischen und ökumenischen Haltung von Bé Ruys wiederentdeckte als auch in den politischen Prozessen unserer Zeit. Eine weniger bekannte, aber überaus authentische Zeitzeugin der Oktoberrevolution, die Niederländerin Henriette Roland Holst, stellte Els van Vemde vor. Das Seminar wurde damit um eine beeindruckende zeitgenössische Stimme bereichert.

100 Jahre Oktoberrevolution | 100 Jahre Bé Ruys

Auch das Hendrik-Kraemer-Haus wird an den 100. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erinnern. Neben der ökumenischen Bewegung gehört diese Revolution zu den Gründungs-Impulsen des Hauses. Deren Ziele – die Errichtung eines Gemeinwesens ohne Ausbeutung und Unterdrückung – erscheinen dem Hendrik-Kraemer-Haus gerade heute als wertvoll und unerlässlich, auch wenn ihr erster Versuch scheiterte und als Utopie zurückblieb.

Die Gründerin des HKH, Bé Ruys, verstand sich immer als Teil der Bewegung auf dieses Ziel hin. Dass ihr Geburtsjahr auf das Geburtsjahr der Oktoberrevolution fiel, hat sie keineswegs als Zufall aufgefasst. Ohne diese Revolution mit all ihren Widerspüchlichkeiten mochte sie sich ihr Leben nicht vorstellen. Ohne die aus dem Weltkirchenrat gespeiste ökumenische Bewegung, deren Hoffnungen jedoch auch als utopisch erscheinen, auch nicht.

Wir wollen in einem Seminar am 21. und 22. Oktober 2017 an die Bedeutung der Oktoberrevolution damals und heute sowie an das Leben von Bé Ruys erinnern. Ein Schwerpunkt des Seminars wird das Thema „Die Revolution und ihre Folgen im Spiegel der Literatur“ sein. Dazu gibt es eine Literaturliste, anhand derer jede und jeder Teilnehmende eingeladen ist, ein Werk der damaligen Zeit vorzustellen. Das gesamte Programm findet sich hier.

Wir laden ganz herzlich ein:

„Zwischen Utopie und Realität“   |   100 Jahre Oktoberrevolution  –  100 Jahre Bé Ruys
21. und 22. Oktober 2017   |   Andreas-Haus   |   Stralauer Platz 32   |   10243 Berlin