Hoffen wider alles Hoffen

Der ehemalige Pfarrer der NÖG, unser theologischer Lehrer, treuer Begleiter und Freund, Prof. Dick Boer, vollendete im Jahr 2019 sein 80. Lebensjahr. Aus diesem Anlass stellten Gefährten und Gefährtinnen eine Festschrift für ihn zusammen, die Zeugnisse der Freundschaft enthalten und eine Fülle der Themen berühren, mit denen sich Dick Boer im Laufe seines Lebens beschäftigte (aus: Zum Geleit).

Wir danken Dick Boer sehr für seine Zustimmung, die Festschrftift an dieser Stelle veröffentlichen zu dürfen und laden herzlich zur Lektüre ein: „Hoffen wider alles Hoffen“.

Wenn nichts mehr stimmt …

Wenn nichts mehr stimmt um uns herum – wer kennt dieses Gefühl mittlerweile nicht? Wo ist ein Anker in all der Haltlosigkeit, die heute auf der Welt herrscht? Wohin mit unserer Ohnmacht?

Dick Boer hat einen der prominentesten Vertreter biblischer Trostlosigkeit neu befragt: Hiob. In vielem gleichen sich die gesellschaftlichen Situationen damals und heute. Hiob ist überwältigt von Unglück. Doch entgegen aller Augenscheinlichkeit, will er dabei bleiben: Er wird Gott nicht uminterpretieren, er wird ihn nicht im Abgrund der Hoffnungslosigkeit untergehen lassen.

HIOB RETTET DEN ‚NAMEN‘ – das ist das Programm des Buches von Dick Boer, und das ist das Programm unseres Seminars mit dem Autor am 23. November 2019, zu dem wir herzlich einladen.

Die Novemberrevolution und die Kirche

Unter dem Motto „Wir haben das Recht zur Revolution verneint“ führten wir am 27. Oktober 2018 ein Seminar durch, das sich mit dem Verhältnis der evangelischen Kirche zu den revolutionären Vergängen von 1918/1919 in Deutschland beschäftigte.

Der 100. Jahrestag der Novemberrevolution ist uns Anlass, die kirchliche Haltung zu Krieg und Frieden, Revolution und Reform, Bußfertigkeit und Privileg zu überdenken. Wieviel wir wohl dazu gelernt haben? Das Motto, das aus dem „Darmstädter Wort“ stammt, schien uns für unsere Fragen sehr geeignet zu sein.

Ein Überblick über den Ablauf des Seminars findet sich hier .

Und hier ist das Referat nachzulesen, das Prof. Dick Boer über die Position des Theologen Karl Barth zu den revolutionären Vorgängen in Deutschland gehalten hat: „Karl Barth: Eine Stimme aus der Ökumene“.

Die Gewerkschaftsschule Bernau

Wie so oft, lässt sich an Gebäuden Geschichte ablesen – politische Geschichte, Architekturgeschichte, Sozialgeschichte. Dies gilt auch für das „BAUHAUS DENKMAL Bundesschule Bernau bei Berlin“, das seit 2017 zur Welterbeliste der UNESCO gehört. Über die Zeit des Hauses von 1947-1990 hat Elefteriya Yuanidis nun mit finanzieller Unterstützung des Bé-Ruys-Fonds einen Film gedreht. Ehemalige Lehrkräfte und Studierende berichten darin über eine sie tief prägende gesellschaftliche Epoche.

Wir laden herzlich zur Filmvorführung ein, an die sich ein Gespräch mit der Produzentin anschließt:

Freitag, 14. September 2018, 19.00 Uhr
„Die Gewerkschaftsschule Bernau 1947-1990. Zeitzeugen berichten“
Andreas-Haus, Stralauer Platz 32, 10243 Berlin (gegenüber dem Ostbahnhof)

 

Ostasien – Brennpunkt oder Mittelpunkt?

Das Thema unseres aktuellen Seminars ist Ostasien. Im weiteren Sinne verlagert sich der geopolitische Schwerpunkt der derzeitigen Entwicklungen auf diesen Kontinent. Die westliche Großmacht sieht dort ihre eigentlichen Kontrahenten und ihre größten Herausforderung für ihr System.

Im engeren Sinne stehen Nord- und Südkorea für die Systemauseinandersetzungen. Wie in einem Brennglas lässt sich hier ablesen, wie gegenseitige atomare Bedrohungen politisch funktionieren.

In einem Gespräch mit dem Ostasien-Experten Peter Linke wollen wir herausfinden, welche Drohungen, Hoffnungen und Interessen genau den gegenwärtigen Konflikt bestimmen.

Wir laden herzlich dazu ein:

Freitag, 9. März 2018
19.00 Uhr
Andreashaus
Stralauer Platz 32, 10243 Berlin  |   gegenüber dem Ostbahnhof

 

 

MYANMAR im Umbruch zwischen Militärregierung und ziviler Gesellschaft

Was tut sich gegenwärtig in Myanmar? Welche Kräfte stehen hinter den Konflikten, von denen in den Medien zu hören ist? Welche Ziele verfolgen sie?

In einem Seminar wollen wir diesen Fragen nachgehen. Als Referent eingeladen ist Dieter Hecker, der über Jahre das Land besuchte und seine Konditionen gut kennt. Nähere Informationen finden sich hier.

Wir laden herzlich ein zu

„Myanmar im Umbruch zwischen Militärregierung und ziviler Gesellschaft“
Samstag, 27. Januar 2018
15.00 – 18.00 Uhr
Andreas-Haus, Stralauer Platz 32 (gegenüber dem Ostbahnhof)

 

Zwischen Realität und Utopie

100 Jahre Oktoberrevolution – 100 Jahre Bé Ruys

Der Bindestrich im Titel ist kein Zufall. Bé Ruys, geboren im Oktober 1917, hat sich immer als „Kind der Revolution“ verstanden. Sie lebte die Impulse der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und trug sie in Kirche und Gesellschaft hinein.

Das nebenstehende Bild aus Moskau fängt eine  ganz besonders sprechende Situation ein. Das Volk, alte und junge Menschen, durch die politischen Verhältnisse kaum mehr auseinanderdividiert, findet sich spontan in einem Park zum gemeinsamen Singen zusammen. Ein junger Mann begleitet den Gesang auf dem Akkordeon, eine junge Frau dirigiert den „Straßenchor“. Auf den Gesichtern spiegelt sich eine neue Erfahrung: Befreiung von Unterdrückung ist Befreiung zu Kultur und Humanität.

Ist all das gescheitert? Bleibt nichts von diesem großen Aufbruch? Ist die grundlegende Veränderung der Gesellschaft hin zu mehr Gerechtigkeit und der Herausbildung von mehr Menschlichkeit eine Utopie? Diesen Fragen wollen wir am 21. und 22. Oktober 2017 nachgehen, einem Seminar-Wochenende, das der Oktoberrevolution 1917 und dem 100jährigen Geburtstag von Bé Ruys gewidmet sein wird. Der genaue Programmablauf wird alsbald veröffentlicht werden.

Bild:   „Singen“  |  Alexander Rodchenko  |  Moskau 1928

Seminar: Chancen und Gefahren für den Friedensprozess in KOLUMBIEN

Heute möchten wir Sie zu unserem nächsten Seminar einladen.

Diesmal werden wir über „Chancen und Gefahren für den Friedensprozess in KOLUMBIEN“ nachdenken. In Kolumbien wurde am 29. September 2016 nach 52 Jahren Bürgerkrieg mit nahezu einer viertel Million Toten ein Friedensabkommen zwischen den Revolutionären Streitkräften (FARC) und der Regierung unter Präsident Santos geschlossen.  Doch ob und wann die dringend nötige Landreform und eine politische Demokratisierung in Gang kommen und die Wahrheit über Opfer und Täter des Bürgerkrieges ans Licht gelangt, ist ebenso offen wie die Frage, welchen Rückhalt die Regierung Santos im Land hat.

Referent und Gesprächspartner wird Martin Ling sein, Lateinamerika-Kenner und Redakteur des Neuen Deutschland. Wir freuen uns über seine Zusage und laden herzlich ein:

Samstag   |   25. März 2017   |   10.30 – 13.00  Uhr  |   „Chancen und Gefahren für den Friedensprozess in Kolumbien“  |   Stargarder Platz 32   |   10243 Berlin (gegenüber dem Ostbahnhof)

Bild: www.bing.com

„Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“

25. Januar 2014

Beim zweiten Seminar unserer diesjährigen Seminarreihe diskutierten wir die Ergebnisse der 10. Vollversammlung des ÖRK, die vom 30.10. bis 8.11.2013 in Busan, Republik Korea, unter dem Motto stattfand: „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“. Wir sind Teil der ökumenischen Bewegung und erhofften uns klare Aussagen und mutige Beschlüsse.

Im Anschluss an das Seminar fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt.