Chile | Damals 1973 – und die Gegenwart

Am 26./27. Oktober 2013 feierten wir wie üblich das Gemeindefest zur Erinnerung an die Anfänge der NÖG im Jahr 1949.

Am Sonnabend erinnerten wir im Rahmen unserer neuen Seminarreihe mit einem Seminar, „Chile |  damals 1973 – und die Gegenwart“, an den 40. Jahrestag des faschistischen Putsches, sowie an dessen Folgen und reflektierten über die gegenwärtige Situation in Chile. Dazu näherten wir uns mit einem Film des chilenischen Regisseurs Patricio Guzmán über Salvador Allende und dessen Regierungszeit der historischen Situation. Der Film ist preisgekrönt und zugleich ein persönliches Zeugnis des Dokumentarfilmers, der selbst 15 Tage im Stadion gefangen gehalten war und durch die Film-Trilogie „Die Schlacht um Chile“ weltbekannt wurde.

Im Anschluss daran kamen wir mit Dr. Dr. Jens Holst und mit Frau Llanquiray Painemal ins Gespräch. Jens Holst ist Gesundheitswissenschaftler und weltweit für verschiedene Organisationen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. So ist er zu einem profunden Kenner auch der chilenischen Gegenwart geworden. Die in Berlin lebende Chilenin Llanquiray Painemal gehört dem indigenen Mapuche-Volk an. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Mitglied in der Mapuche-Solidaritätsgruppe im Berliner Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL). Über die Situation der Mapuche damals und heute kann sie authentisch Auskunft geben.

Politische Vesper | Über Atomwaffen in Deutschland und anderswo

6. Oktober 2013

Sie sagen: Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen.  (Jesaja 28, 15)

Massenvernichtungswaffen waren in diesen Wochen ein zentrales Thema der Weltpolitik. Sie drohten als Auslöser für eine fatale Ausweitung des furchtbaren Krieges in Syrien benutzt zu werden. Die Staatsmänner, die durch die lauteste Kriegsrhetorik auffielen, waren gleichzeitig darauf bedacht, ihre Vorräte an den atomaren Massenvernichtungswaffen zu hüten.

Gemeinsam mit IPPNW (Internatinale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) machten wir auf das Programm zur Modernisierung der US-amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden aufmerksam und wendeten uns mit Information, Reflexion, Gebet und anderen Aktionen dagegen.

Ausführliche Information zum Thema gab uns Frau Xanthe Hall, die Leiterin der Kampagne „atomwaffenfrei jetzt“ von IPPNW.

Die Texte zu Reflexion, Gebet und Aktion finden Sie hier zusammengefasst.

Bericht von der Studienreise nach Bosnien-Herzegowina

Im Rahmen unseres diesjährigen Studienthemas haben wir uns mit der Vergangenheit und vor allem der Gegenwart in Bosnien-Herzegowina beschäftigt. Dazu gehörte eine Studienreise vom 1. bis 8. Juli nach Sarajevo und Mostar, an der 17 Personen aus Gemeinde und Freundeskreis teilgenommen haben. Von unseren Gesprächen und Erfahrungen wurde nun berichtet.

Gleichzeitig ging im August das Freiwilligen-Jahr unserer bosnischen Mitarbeiterin, Jelena Vukobrat, zuende und die Veranstaltung diente so auch zur offiziellen Verabschiedung.

Lotte-Holzer-Camp, 2013

 (20. Juli – 3. August 2013)

Campthema war auch dieses Jahr wieder „Zwangsarbeit in der NS-Zeit (1933-1945) und in der Gegenwart“

Erneut arbeiteten wir mit dem ‚Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit‘ in Schöneweide zusammen. Neu war, dass die TeilnehmerInnen diesmal einen Teil ihrer Arbeitszeit im Archiv verbrachten, Biografien einiger ZwangsarbeiterInnen recherchierten und diese dann unter fachkundiger Anleitung zu einer szenischen Lesung verarbeiteten. Das Resultat ihrer Arbeit wurde in einer öffentlichen Veranstaltung als szenische Lesung präsentiert.

Das Programm für das diesjährige Camp können Sie hier downloaden.

Politische Vesper | Kirche und Rechtsextremismus

7. Juli 2013

Diese Politische Vesper stand unter dem Motto ... und deinen Nächsten wie dich selbst (Lk 10,27; 3. Mo 19,18).

In dem Dreischritt Information – Reflexion – Gebet und Aktion wurde das Thema Kirche und Rechtsextremismus „ins Gebet“ genommen.

Das Thema ist aktuell wie so oft, und viele Ungewissheiten begleiten unseren Alltag. So sind beispielsweise Fragen wie diese nicht aus der Luft gegriffen:

  • Soll ein NPD-Mitglied in den Gemeindekirchenrat gewählt werden?
  • Kann der Gemeindegarten für eine Sonnenwendfeier zur Verfügung stehen?
  • Darf ein Pfarrer zur Blockade einer Neonazi-Demonstration aufrufen?

Mitbeteiligt waren:

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
  • Initiativen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, i.e. „Reachout“ Berlin-Kreuzberg, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick

Das Textsammlung der Vesper können Sie hier finden.

 

Bosnien und Herzegowina – Land der Widersprüche zwischen Vergangenheit und Zukunft

Man sagt hier begann und endete das 20. Jahrhundert mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges und dem Zerfall Jugoslawiens mit den nachfolgenden Kriegen. Der Blick auf Bosnien und Herzegowina ist immer noch stark von diesen Ereignissen geprägt, die die komplexen Entwicklungen in der Gegenwart überschatten.

Auf einer Studienreise nach Bosnien/Herzegowina erhielten wir einen Einblick in das politische, kulturelle und soziale Leben in einem Land, das hart um seine Identität zwischen Ost und West, Krieg und Frieden, Vergangenheit und Zukunft ringt. Unsere Eindrücke, wie auch einige interessante Informationen haben wir in einem Dossier zusammengestellt.

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Politische Vesper | Wasser – Lebensquell oder Geldquelle?

7. April 2013

Die Vesper war wieder aufgeteilt in den Dreischritt: Information – Reflexion – Gebet und Aktion. Die Stichworte, mit denen wir uns beschäftigten, waren:

  • Privatisierung von Gemeingut
  • EU-Konzessionsrichtlinie
  • Berliner Wassertisch
  • Wasser ist ein Menschenrecht

Anknüpfungspunkt für die theologische Reflexion war ein Vers aus dem Psalm 24: „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“.

Die Textsammlung der Vesper können Sie hier downloaden.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen

23. März 2013

Untertitel der Veranstaltung war: Die ökumenische Diskussion zum „guten Leben“ vor der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan vom 30. Oktober bis 8. November 2013.

Im dritten Teil unserer Seminarreihe führten wir in die im Thema angekündigte Diskussion ein, gemeinsam mit Frank Schürer-Behrmann, Superintendent in Fürstenwalde und Mitglied im Zentralausschuß des ÖRK, dachten wir darüber nach, welche Chancen und Schwierigkeiten bei der Vermittlung ökumenischer Themen in unsere Gemeinden und Kirchen bestehen. Wir versuchten dabei unsere Position zu einer „Wirtschaft für das Leben“ zu formulieren. Im Anschluß an das Seminar fand ab 19.00 die für alle offene Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde des Hendrik-Kraemer-Hauses“ statt.

Am darauffolgenden Lateinamerika-Sonntag feierten wir einen Gottesdienst im Gedenken an Oskar Romero und Koos Koster.

Brot und Rosen – das gute Leben „buen vivir“ gestalten | Von der Kraft und der Zukunft sozialer Bewegungen in Indien und hier

12. März 2013

Frau Dr. Gabriele Dietrich aus Madurai (Indien), Frauenrechtlerin und Kennerin der sozialen Bewegungen in Indien sowie Rahel Schweikert und Claudia Spiller, zwei „Kiezwandlerinnen“ aus Kreuzberg, Vertreterinnen der Transition Town Bewegung sprachen über die Rolle der Frauen in den sozialen Bewegungen an verschiedenen Orten unserer Erde.

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit Mira Martha – dem Frauenprojekt der Martha-Gemeinde/Kreuzberg statt. Mira Martha (ehemals Frauencafé Glogauer Str.) feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Sie ist, historisch gesehen, das erste kirchliche emanzipatorische Frauenprojekt in West-Berlin.

Seminarreihe „BUEN VIVIR“ – Gutes Leben zwischen Rio und Busan. Plädoyer für internationales Lernen – 2. Abend

26. Januar 2013

Nachdem wir beim ersten Seminar das lateinamerikanische Konzept des „Buen vivir“ kennengelernt und diskutiert haben, bestimmten diesmal Überlegungen zu einer Post-Wachstums-Ökonomie und Beispiele aus der Praxis, vor allem in Europa, die thematische Arbeit.

Dabei lautete die Leitfrage, die sich beim ersten Seminar herausgebildet hat: Wie lassen sich soziale und ökologische Gerechtigkeit und das Interesse der Menschen so miteinander verbinden, daß „gutes Leben“ gestaltet werden kann?

Wir ließen diesmal Referenten über ein Video zu Wort kommen und arbeiteten miteinander zu den Bereichen Regionalgeld, bedingungsloses Grundeinkommen und Gemeinwohlökonomie.

Das Seminar fand in Verbindung mit dem Neujahrsempfang des HKH und dem darauffolgenden NÖG-Gottesdienst statt.